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In einer überraschenden Ankündigung gestern Abend gab die Flugkontrolle in Houston bekannt, dass das erste Außenbordmanöver - eigentlich für den heutigen Sonntag geplant - um 24 Stunden verschoben wird. Das bedeutet, dass auch die Montage des Columbus-Moduls um einen Tag verzögert ablaufen wird. Fast noch überraschender war jedoch die Ankündigung, dass dieses EVA nicht wie vorgesehen von Rex Walheim und Hans Schlegel durchgeführt wird, sondern Walheim von Stanley Love. Weiter bedeutet das, dass die Mission um mindestens einen Tag verlängert werden muss um diese Verzögerung aufzufangen.

Weiterlesen: Hans Schlegel krank auf Station

Mit zwei Monaten Verzögerung begann gestern Abend Columbus wieder eine Reise zu neuen Welten. Diesmal nicht als Kapitän der Santa Maria wie seinerzeit im Jahre 1492, sondern als Nutzlast an Bord der amerikanischen Raumfähre Atlantis. Die Besatzung bilden sieben Astronauten, davon zwei aus Europa.

Weiterlesen: Columbus setzt Segel

Heute präsentiere ich ihnen eine Zahlenspielerei für Spezialisten. Am 5.2. um 14:03 mitteleuropäischer Zeit startete von Baikonur aus ein Versorgungsraumschiff zur Internationalen Raumstation. Es war dies der 1.730  Start einer Sojus, der 714. der Version Sojus U und der 117 Start eines Progress-Versorgungsschiffes. Davon waren 63 vom Typ Progress M oder M1.

Weiterlesen: 1730 - 714 - 117 - 63 - 28

Polaris; Credit: IAI Die indische Raumfahrtagentur ISRO (Indian Space Research Organisation) brachte heute in den frühen Morgenstunden einen israelischen Radar- Aufklärungssatelliten mit der Bezeichnung Polaris in eine - nomen est omen - polare Erdumlaufbahn.  Startort war das Satish Dhawan Space Centre auf der Insel Shriharikota. Als Träger wurde eine in Indien entwickelte Rakete des Typs PSLV (Polar Satellite Launch Vehicle) eingesetzt.

Weiterlesen: ISRO startet Polaris für Israel

(Noch) nicht sonderlich beachtet von der breiten Öffentlichkeit nähert sich die Raumsonde Messenger - 1.260 Tage nach dem Start - zum ersten Mal ihrem Zielplaneten. Für eine kurze Stippvisite nur, denn bis die Raumsonde tatsächlich in einen Orbit um den sonnennächsten Planeten einschwenkt, wird fast noch einmal soviel Zeit vergehen, nämlich 1.160 Tage.

Weiterlesen: Stippvisite am Ziel

Aufatmen beim Sea Launch Konsortium. Nach einer Service-Unterbrechung von fast einem Jahr infolge des katastrophalen Fehlstarts vom 31. Januar 2007, bei dem seinerzeit auch die Odyssey-Startplattform schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, gelang der Start von Thuraya 3 ohne Probleme. Der arabische Mobilfunksatellit ist damit das erste Raumfahrzeug, das in diesem Jahr in den Weltraum entsendet wird.

Das RD-171 Energomash- Zweikammer- Haupttriebwerk der in der Ukraine gebauten Trägerrakete vom Typ Zenith 3 SL erwachte um 12:49 Uhr mitteleuropäischer Zeit zum Leben. Sekunden später hob die Rakete mit einem Schub von 7.300 Kilonewton ab und flog genau nach Osten in Richtung der 4.000 Kilometer entfernten amerikanischen Westküste. Für den Start war die Odyssey-Plattform etwa auf Höhe der Hawaii-Inseln stationiert, knapp unterhalb des Äquators auf 154 Grad westlicher Länge.

Die Trennung von den beiden ersten Stufen erfolgte noch über dem Westpazifik plangemäß, ebenso die erste Brennphase der Block DM-SL Oberstufe, die den Satelliten wenige Minuten nach dem Liftoff zunächst auf eine Parkbahn in einem niedrigen Erdorbit absetzte.

Eine weitere Zündung brachte den 5.100 Kilogramm schweren Kommunikationssatelliten dann auf die geplante geostationäre Transferbahn. Genau 99 Minuten nach dem Verlassen der Startplattform gab die dritte Stufe den Satelliten schließlich frei und beendete damit die insgesamt 25. Mission einer Sea Launch Zenith 3 SL.

Die danach erzielten Orbitparameter waren ein Perigäum von 738 Kilometern, ein Apogäum von 35.650 Kilometern und eine Inklination von 6.2 Grad zum Äquator.

Nur Momente nach der Trennung von der Block DM erfasste eine Bodenstation in Kalifornien die ersten Telemetriesignale des Satelliten.

Am 31. Januar letzten Jahres war es durch einen Fremdkörper in der Oxidator-Turbopumpe im Moment des Abhebens zu einem Leistungsabfall des Triebwerks gekommen. Die Rakete verlor daraufhin Schub, fiel in den Flammenschacht und explodierte. Die Startplattform wurde durch diesen Unfall erheblich beschädigt und in der Folge verlor Sea Launch eine Reihe von Startaufträgen an die Konkurrenz.

Der von BoeingThuraya 3 wird in den nächsten Tagen mit dem Bordantrieb auf die endgültige geostationäre Bahn gebracht. Seine Arbeitsposition wird sich auf 98,5 Grad östlicher Länge über dem östlichen indischen  Ozean befinden. Danach wird der Satellit Mobilfunkdienste im arabisch-asiatischen Raum abwickeln. Thuraya 3 ist in der Lage über 25.000 Mobilfunk-Telefonate gleichzeitig zu vermitteln.

Wenn alle Antennen und Solargeneratoren entfaltet sind, wird Thuraya 3 erhebliche Dimensionen aufweisen. Die große netzartige Entfaltantenne hat einen Durchmesser von über 15 Metern und die Spannweite der Solargeneratoren beträgt mehr als 40 Meter von einem Ende zum anderen. Thuraya 3 ist der dritte Satellit den Boeing für das in den Arabischen Emiraten ansässige Unternehmen Thuraya.

Der nächste Einsatz für Sea Launch ist derzeit für den März geplant. Dann soll DirecTV 11, ein weiterer Satellit aus den Boeing-Werkshallen, in den Orbit gebracht werden. gebaute gebaut hat. Ein vierter Satellit befindet sich derzeit in Produktion.

Astra