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 Während eines harmlosen Flirts im Linienraumschiff zum Mars erfährt der Leser einiges über die "Realität" des Jahres 2100. Der Erzähler glaubt, die Dinge zu durchschauen, die sich um ihn abspielen. Am Ende stellt er aber fest, dass auch er an der Nase herumgeführt worden ist.

Diese Geschichte wurde von der Jury ein wenig kontrovers diskutiert und erhielt relativ weit auseinander liegende Bewertungen. Sie ist nicht übermäßig stilsicher, verfügt aber als einer der wenigen Beiträge über eine Metaebene, die sich erst am Schluss erschließt.

In der Einführung zur Geschichte schreibt der Autor Wolfgang Vogt: Die Technik wird sich ändern, nicht aber der Mensch. Er mag neue Welten erobern und doch die gleichen Eitelkeiten besitzen wie die Menschen der Steinzeit…

Weiterlesen: SF Kurzgeschichten-Wettbewerb: Platz 5

Die Weltraum-Arche; Credit: Mecha Anime Stilistisch nicht ganz lupenrein, und mit der technischen Machbarkeit und Plausibilität holpert es ein wenig (warum braucht das Raumschiff Solargeneratoren wenn es ohnehin schon mit einem Atomreaktor ausgerüstet ist) aber enorm spannend. Marco Ansing vereint in seiner Story viele Elemente klassischer SF-Kurzgeschichten: Das Raumschiff mit seiner Besatzung im Kälteschlaf und dem recht selbständigen Bordcomputer erinnern ein wenig an "2001", das häufig verwendet Sujet der Weltraumarche wird angesprochen, eine Prise Sozialkritik, ein wenig Weltuntergangsstimmung, dazu geheimnisvolle und unerklärliche Ereignisse und fertig ist ein spannender Cocktail.

Weiterlesen: SF-Kurzgeschichten-Wettbewerb: Platz 7

 

Raumstation MIR; Credit: DLR Gegensätze ziehen sich an. Der Meinung war auch die Jury des Science Fiction Kurzgeschichten Wettbewerbs. Wie bei der auf Platz 9 gesetzten Erzählung von Bernd Holzhauer trägt sich auch Sebastian Mushacks Story auf einer Raumstation zu. Doch der Kontext ist ein ganz anderer…

 

Gefallen hat der Jury hier weniger der nicht immer ganz saubere Stil, sondern die Beschränkung auf einen einzigen Gedanken. Während die allermeisten Autoren die vorgegebene Höchstzahl an Zeichen bis zur Neige ausschöpften und bestrebt waren, möglichst viele Ideen in den vorgegebenen Maximalrahmen zu pressen, begnügte sich Sebastian Mushack mit einem Drittel.

Zur Story: War in der Geschichte davor noch die "Schöne neue Welt" in hellen Farben gemalt, haben wir hier ein düsteres Bild von Niedergang und Rückzug vor Augen. Die Menschen interessieren sich nicht mehr für Raumfahrt, sie haben andere Probleme. Und der letzte Astronaut kehrt zur Erde zurück.

Weiterlesen: SF-Kurzgeschichten-Wettbewerb: Platz 8

Aufbau der Raumstation Neues Universum Nr. 67 1950; Credit: Klaus Bürgle Führung durch die Raumstation  

Detailreich, technisch machbar, anschaulich. Recht sauber im Stil. So das Urteil der Jury über Bernd Holzhauers Beitrag.

Und realistisch, denn so könnte eine Raumstation im Jahre 2100 tatsächlich aussehen. Der einzige kleine Nachteil der Story: Sie ist fast handlungsfrei. Es ist ein Urlaubsbericht aus der Zukunft, hat aber wegen seiner Beiläufigkeit seinen Reiz.

Nachdem sich die meisten der Jury-Mitglieder jedoch ein wenig "suspense" von einer SF-Geschichte erwarteten, landete Bernd Holzhauer, zumindest mit dieser Story (auf einen weiteren Beitrag von ihm kommen wir noch) nicht ganz vorne.

Was aber nicht heißen soll, dass er sich nicht einiges hat einfallen lassen. Machen Sie doch einfach mit bei Lisas und Fritz's Tour durch NASS-Bravo. Es kommt Ihnen vor, als wären sie mit dabei.

Weiterlesen: SF-Kurzgeschichten-Wettbewerb: Platz 9