Redshift 7 Das Wetter ist zurzeit so gestaltet, dass selbst hartgesottene Astronomen in einschlägigen Foren darüber klagen. Nun, man braucht wirklich starke Nerven, wenn man dieser Tage in dem Wissen, dass sich dort gerade ein Komet herumtreibt, zum Himmel blickt.

Sie sind mit den 250.000 Objekten des Galaxy Zoo schon durch? Dann hab ich was Neues für Sie: Redshift 7. Gibts zu kaufen, aber auch zu gewinnen.

Mein Freund brachte das Unmögliche zustande und installierte das Programm auf einem Linux-Rechner (so zuverlässig, wie er jedes Wunder vollbringt, um das ich ihn beiläufig bitte.) Er hatte es auch schon ein wenig ausprobiert und schien recht angetan zu sein.

Ist das nun ein Programm für Anfänger oder Fortgeschrittene?, fragte ich mich beim Start. Das Programm ist für Fortgeschrittene (selbst wenn Sie Guru sind, ich verspreche Ihnen: es wird auch Ihnen nicht langweilig damit!). Und ich bin Anfängerin, was Computerprogramme betrifft.

Also klickte ich mal irgendwo und stolperte über eine große Sammlung von Filmchen, die mir unter anderem ersparten, das zentimeterdicke Handbuch zu studieren. (Lesen Sie gern Handbücher? Mir fällt dazu eine Szene aus James Bond ein, in der Pierce Brosnan mit einem mehrere Kilogramm schweren Handbuch erfolgreich die Selbstschussanlage seines Aston Martin testet, noch bevor John Cleese den Satz "Lesen Sie das sorgfältig durch" vollenden kann.)

Die vorhandenen Informationen sind so umfangreich und leicht verständlich, dass auch Anfänger ihre Freude mit Redshift haben. Eine Vielzahl an Filmchen stellt schwer vorstellbare Themen wie Himmelsmechanik oder das Leben der Sterne anschaulich dar. Selbst wenn man nichts, aber rein gar nichts über Astronomie weiß, kann man eine Menge damit anfangen.

Man kann mit Raumsonden durchs Sonnensystem reisen oder rund um die Galaxis fliegen. Noch spannender: durch die Galaxis hindurchfliegen und beobachten, wie die Sternbilder sich verändern.

Die Zahl der in Redshift verzeichneten Objekte ist wahrhaft astronomisch hoch. Sterne, Sternhaufen, Nebel, Galaxien, aber auch Meteorströme, 1500 Kometen (auch solche, die nicht wieder zur Erde zurückkehren - man kann mit Redshift nämlich auch in die Vergangenheit reisen!), 100 Monde und 120.000 Kleinplaneten sind zu finden.

Die große Zahl der Objekte eröffnet folgende nette Option: Sie können Ihr Fernrohr mit Redshift synchronisieren und Informationen über Objekte, die Sie nicht kennen, im Computer abrufen. Wenn keine Information vorhanden ist, so verspricht Redshift, haben Sie ein neues Objekt gefunden. Na, das ist doch schon was!

Und ein unbekanntes Objekt zu finden dürfte wirklich schwierig sein, sind doch auch Tausende Satelliten verzeichnet. Diese und alle weiteren Informationen können jederzeit mittels Online-Synchronisation aktualisiert werden. Wer weiß, vielleicht schaffen gerade Sie, den nächsten Crash im Weltall vorherzusagen...

Sie können natürlich auch ganz banal nachsehen, wie der Himmel am Abend aussieht (oder aussehen würde - siehe oben). Damit das Ganze etwas realistischer wird, können Sie Himmelsaufhellung und Hintergrundgeräusche (zB. zwitschernde Nachtigallen) dazuschalten. Hm, wer's braucht.

Soweit meine ersten Eindrücke - ich denke, dazu werde ich noch einen zweiten Bericht abgeben, sobald ich tiefer in die Materie eingedrungen bin.

Zur Installation: grundsätzlich sollten Sie die Systemvoraussetzungen beachten. Bei Kunststücken wie dem oben beschriebenen leidet die Performance des Programms. Genügend Speicherplatz und Arbeitsspeicher zur Verfügung zu haben ist kein Fehler. Dann jedoch werden Sie mit diesem wirklich sehr mächtigen Planetariumsprogramm viel Freude haben.

Immer noch skeptisch? Versuchen Sie doch einfach, ein Paket zu gewinnen! Der Orion verlost im Rahmen der Yuris Night am 12. April 2009 in Wien, Schikaneder-Kino ein Premium-Paket Redshift 7. (Damit sich die Teilnahme wirklich lohnt, verlosen wir zusätzlich 5 Hubble-DVDs und Bücher).

Teilnahme: Schicken Sie uns eine E-Mail mit Ihrer vollständigen Adresse (damit wir Ihnen das Paket, falls Sie gewinnen, zusenden können) sowie Ihrer Antwort auf die Frage: "Welches Ereignis fand am 12. April 1961 statt?", und schon nehmen Sie teil. Einsendeschluss ist der 10. April 2009.

Sie können an der Verlosung teilnehmen, auch wenn Sie nicht mit uns feiern. Nichtsdestotrotz würden wir uns natürlich sehr freuen, Sie am 12. April 09 zur Yuris Night in Wien begrüßen zu dürfen!

*Mitarbeiter des Orion und deren Angehörige nehmen nicht an der Verlosung teil, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nox