Header

Falcon 9 LaunchMit einem perfekten Start begann am 22. Mai, um 9:44 Uhr mitteleuropäischer Zeit (3:44 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit), die Mission der privat gebauten und überwiegend auch privat finanzierten Dragon von SpaceX zur Internationalen Raumstation. Als Trägerfahrzeug wurde die ebenfalls von SpaceX entwickelte und gebaute Falcon 9 eingesetzt. Für diese Rakete war es insgesamt die dritte Mission. Die neun Merlin 1C-Triebwerke der Falcon 9 erwachten exakt zum geplanten Zeitpunkt um 3:44:34 Uhr Ortszeit zum Leben und die Rakete verließ den nächtlichen Startkomplex 40 in Cap Canaveral und stieg in den wolkenlosen Himmel. Zweieinhalb Minuten nach dem Verlassen der Startrampe wurden zwei der neun Triebwerke wie geplant stillgelegt, um die Andrucklasten auf das Fahrzeug im Limit zu halten. Drei Minuten nach dem Abheben wurde die gesamte Stufe abgetrennt und sieben Sekunden später zündete das einzelne Merlin-Triebwerk der zweiten Stufe.

40 Sekunden nach der Zündung der zweiten Stufe wurde die Nasenverkleidung der Dragon-Kapsel abgetrennt. Neun Minuten und 26 Sekunden nach der Zündung der Erststufentriebwerke war der Übergangsorbit erreicht. Das Zweitstufentriebwerk wurde abgestellt und die ganze Stufe trennte sich von der Dragon-Kapsel, die erstmals bei dieser Mission mit einem Service-Modul ausgerüstet ist.

Gleich darauf begann die Entfaltung der Solargeneratoren. Dies nahm etwa zwei Minuten in Anspruch und verlief ebenfalls exakt nach Plan.

Der erzielte Anfangsorbit (297 x 346 Kilometer) weicht nur geringfügig von den Ziel-Parametern (310 x 340 Kilometer) ab und befindet sich vollständig innerhalb der Bandbreite für die Soll-Werte. Auch die nächsten Meilensteine, das Öffnen der Luke für den Sternensensor, das Ausfahren der Halterung für den Greifarm der ISS und die Aktivierung des LIDARS für die Annäherung an die ISS wurden zum Zeitpunkt, an dem diese Zeilen entstehen (23.05., 12:00 Uhr), erfolgreich erreicht. Auch die Funktionsmodi für den Abbruch des Anflugs an die Raumstation sowie das Verhalten des Dragon in den Phasen freier Drift wurden bereits erprobt genauso wie verschiedene Betriebsmodi des Antriebs- und Lageregelungssystems.

Die Check-Phase des Dragon dauert noch drei weitere Tage. Sollte sie vollständig erfolgreich verlaufen, dann begibt sich der Dragon am Samstag so nahe an die Station heran, dass er mit dem Greifarm der Raumstation "geborgen" werden kann.

Astra