Erste Mondlandung; Credit: Technisches Magazin Sowjetunion 1953 Wollten Sie immer schon mal eine knackige Science-Fiction-Story schreiben? Eine originelle Idee in eine kleine Geschichte packen? Und damit vielleicht sogar groß herauskommen? Jetzt haben Sie die Möglichkeit dazu. Wir geben Ihnen die Chance. Was wir erwarten, lesen Sie hier…

Seit fast einem halben Jahrhundert fliegen Menschen in den erdnahen Weltraum. Doch bis vor wenigen Jahren war es ausschließlich professionellen Astronauten vorbehalten, unseren Planeten von außen sehen. Erst jetzt stehen wir kurz davor, auch dem Normalbürger den Flug ins All zu ermöglichen. Vorausgesetzt, er hat die nötigen finanziellen Mittel dafür angespart.

Weltraumrennen; Credit: Mechanix Illustrated
Militärische Raumstation; Credit: Technisches Magazin Sowjetunion 1950

Noch einmal ein halbes Jahrhundert länger bedeutet die Beschäftigung mit Science Fiction für viele Jugendliche den Einstieg in einen technisch orientierten Beruf wenn nicht sogar direkt in die Raumfahrt. Die Geschichten von Jules Vernes beispielsweise haben Herrmann Oberth und Wernher von Braun inspiriert, den Traum von der Reise ins All zur Wirklichkeit werden zu lassen. Auch die hier abgebildeten Science-Fiction- Illustrationen aus den 1950er-Jahren machen diese Aufbruchstimmung spürbar.

Leider ist die Literatur unserer Tage nicht so reich mit Autoren gesegnet, die den technischen Aspekt und die Durchführbarkeit eines technischen Unterfangens in den Vordergrund stellen. Immer öfter findet sich in den Buchhandlungen unter dem Label "Science Fiction" nur noch und ausschließlich reine Fantasy.

Während die Science Fiction auf Grundlage von Naturwissenschaft und Technik in die Zukunft blickt, erzählt die Fantasy etwas Märchenhaftes, das meist aus dem Übernatürlichen stammt. Science Fiction dagegen versucht wissenschaftliche Erklärungen zu liefern, auch wenn diese (noch) nicht unseren heutigen technischen Möglichkeiten entsprechen. Die Fantasy akzeptiert phantastische Elemente als gegeben und betrachtet sie als der Welt zugehörig.

Dabei ist Fantasy natürlich keineswegs "per se" schlecht. Es ist lediglich ein anderes Genre. Eher dazu angetan, Menschen in einer märchenhaften Gedanken- und Traumwelt versinken zu lassen. Die klassische technische Science Fiction mit moderatem Zukunftshorizont mit Autoren wie Jules Verne, Herbert G. Wells, Hans Dominik, Stanislav Lem, Isaac Asimov oder Arthur C. Clarke dagegen regt zum aktiven Handeln an. Sie basiert auf konkreten Aufgabenstellungen der Gegenwart und versucht diese mit neuen technischen und sozialen Ansätzen und Möglichkeiten der vorhersehbaren Zukunft zu lösen. Oder sie ermöglicht uns einen Zeitsprung in die Welt der Zukunft.

Wir suchen ambitionierte Autorinnen und Autoren, die in Kurzgeschichten ihre Vorstellung von der Raumfahrt bis maximal zum Jahre 2100 entwickeln wollen. Vielleicht gibt es dann permanente Forschungsstationen auf dem Mond, Linienflüge zum Mars, Weltraumyachten oder 5-Sterne Hotels in der Erdumlaufbahn?

Der Science-Fiction- Kurzgeschichten- Wettbewerb ist eine Initiative des deutschen Vereins zur Förderung der Raumfahrt (VFR e.V.). Das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und ASTRIUM, die Raumfahrtsparte des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, tragen diesen Wettbewerb mit und beteiligen sich als Co-Sponsoren. Der Orion schließt sich dieser Initiative an und fördert das Vorhaben mit seiner Medienwirksamkeit. Der Einführungsbeitrag von Maria Pflug-Hofmayr (Nox) Wir hassen es, wir lieben es hat bereits eine umfangreiche Diskussion zu diesem Thema ausgelöst, wie wir über unsere Statistik-Daten nachverfolgen können.

Wir erwarten spannende, witzige, nachdenkliche oder inspirierende Geschichten, die von der Faszination, aber auch den Problemen der kommenden drei Raumfahrergenerationen erzählen. Eine realistische Extrapolation der Raumfahrt auf Basis überschaubarer Technologieentwicklungen soll den Leser in die Lage versetzen, sich diese Zukunft gut vorstellen zu können. Sie soll so beschaffen sein, dass sie Jugendlichen von heute ein Ziel vor Augen bringt, das diese noch in ihrer Lebenszeit erreichen können.

Die Wettbewerbsbedingungen

 

  • Thema: Raumfahrt bis zum Jahre 2100. Bitte keine technischen Fachbeiträge. Keine Horrorthemen. Keine reinen Fantasy-Themen (Begrenzte Fantasy-Elemente sind erlaubt, und wenn Ihnen der Sinn danach steht, können durchaus auch Außerirdische als Protagonisten Ihrer Stories auftreten)
  • Alter der Autoren: Keine Einschränkung
  • Umfang des Einzelbeitrag: Etwa 20.000 Anschläge ohne Leerzeichen (zirka 5 Druckseiten). Mehrfacheinsendungen pro Autor sind möglich.
  • Sprache: Deutsch
  • Einsendeschluss: 31. August 2008
  • Einsendungen: Word- oder PDF-Dokument per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Auf Papier eingesandte Beiträge können leider nicht berücksichtigt werden. Die E-Mail muss folgende Absenderinformationen enthalten: Name, Vorname, Post-Adresse, Telefonnummer, E-Mail, Alter
  • Sieger-Auswahl: Erfolgt durch eine Jury, die aus Juroren des VFR, des DLR und der EADS besteht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Auswahlkriterien: Stil, Spannung, Originalität, technischer Realismus. Die genauen Kriterien werden von der Jury festgelegt, sobald deren Zusammensetzung bestätigt und unter www.vfr.de/wettbewerb einzusehen ist.
  • Siegerehrung: Die drei besten Einsendungen werden im Rahmen einer Veranstaltung beim DLR in Oberpfaffenhofen bei München gewürdigt. Die Autoren werden dazu eingeladen.
  • Preise: Sachpreise gestaffelt nach Rang 1, 2, und 3. Persönliche Führung durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen. Kostenlose Mitgliedschaft im VFR e.V. für 5 Jahre. Veröffentlichung der Geschichten im VFR Raumfahrtjahrbuch Space 2009 und auf den Seiten des Orion.
Astra