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Episode 4 - Rendezvous with RamovSchräg, schräg! Wir haben es immer schon gewusst: Astronauten sind auch nur Menschen. Sie sind manchmal schlecht gelaunt und lassen ihren Grant an Kollegen aus. Aber nicht nur das - sie haben auch Schwächen, ganz menschliche. Manche können ihr Temperament nur schwer unter Kontrolle halten. Der Commander zum Beispiel hat so ein Problem - aber zum Glück gibts den israelischen Psychologen Dr. Mordecai Finkelstein bei der Bodenkontrolle, der den Erfolg seiner Wuttherapie überwacht. Dass dabei die anderen zuhören, lässt sich leider nicht ganz vermeiden. Platz ist auf monochrom's ISS schließlich in nur recht beschränktem Ausmaß vorhanden.

Episode 5 - Arise, Ye spacemen from your slumber!

Episode 6 - Hit space

Episode 7 - Ender's Scam

Andere nehmen es nicht so ganz genau, was die im Lebenslauf angeführten Qualifikationen betrifft, hier hat der Russe ein bisschen geschwindelt. Nicht viel. Ihn bloß ein wenig aufgepeppt. Das machen doch viele. Den Rest hat der Onkel bei der russischen Mafia erledigt.

An sich hätte das ein Geheimnis dieser beiden bleiben sollen, aber dummerweise wollte der Onkel, Ramov sein Name, eine Gegenleistung. Bloß eine klitzekleine. Ein kurzes Video von der ISS für einen russischen Pornokanal. Keine große Sache. Als kein Video kommt, schickt er zur Erinnerung tote Vögel an die Bodenkontrollstation. Leider versteht der Adressat die kleinen Botschaften nicht, obwohl sie doch so klar und deutlich sind. Also muss Onkel Ramov selbst Hand anlegen, packt die Kleinkalibrige ein und stattet der Bodenkontrolle einen freundlichen Hausbesuch ab, um den Kosmonauten an sein Versprechen zu erinnern.

Nun muss man wissen, es geht auf der Raumstation sehr demokratisch zu. Das bedeutet, für jeden Beschluss ist eine Mehrheitsentscheidung nötig. Völlig unabhängig davon, ob Dipl-Ing. Bodo Hotzmann von Ground Control Darmstadt eine Pistole in den Mund gehalten wird oder nicht.

Das bedeutet, dass jeder Schritt genau diskutiert und erörtert werden muss. Das braucht Zeit. Und genau die hat Ramov nicht. Der beim ISS-Personal allseits beliebte Dipl.-Ing. Bodo Holtzmann kommt ganz schön ins Schwitzen, wäre er doch derjenige, der die Uneinigkeit der Besatzung ausbaden muss. Zum Glück kommt Dr. Finkelstein rechtzeitig vom Mittagessen zurück, um die heikle Situation elegant und diplomatisch mit einer Kalaschnikow zu lösen.

Das ist die Handlung der Episode 4, die in Wien in der Garage X aufgezeichnet wurde (ich hoffe ich habe nicht zuviel verraten, sie ist im übrigen hier bei Vimeo abzurufen: vimeo.com/24863903).

Nun stehen ab morgen Abend in Berlin drei weitere Episoden auf dem Programm, wobei man sich das nicht so vorstellen darf, dass irgendjemand wüsste, was da passieren wird. monochrom's ISS ist so unberechenbar wie das Leben selbst. Es gibt da einen, der hat einen Plan - doch umsetzen müssen diese die Schauspieler, die von nichts eine Ahnung haben. Dieses Informationsdefizit macht den Reiz der improvisierten Sitcom aus: die Emotionen der Schauspieler, ihr Entsetzen, ihre Panik, ihr gerechter Zorn - das ist alles spontan und echt.

Wer gerade in Berlin weilt, sehe sich das an:
monochrom's ISS
23. Juni 2011, 20h:
Episode 5 / "Arise, ye spacemen from your slumber!"
24. Juni 2011, 20h: Episode 6 / "Hit Space"
25. Juni 2011, 20h: Episode 7 / "Ender's Scam"

Ballhaus Ost, Berlin
Einzelkarte: 13,- Euro
ermäßigt: 8,- Euro

Kombi-Ticket für alle 6 Episoden in Berlin: 50,- Euro
ermäßigt: 35,- Euro