Nach den „Transporter“- und „Bandwagon“-Missionen hat SpaceX seit dem 11. Januar eine neue Kategorie mit der Bezeichnung „Twilight“ für Massentransporte von Kleinsatelliten im Programm. Die Satelliten dieser Reihe überqueren die überflogenen Orte bei jedem Umlauf einmal um 6:00 Uhr morgens Ortszeit und einmal um 18:00 Uhr abends. Die Bahn ist so ausgerichtet, dass sie der Terminator-Linie folgt. Die Satelliten fliegen somit quasi entlang der Dämmerungszone rund um die Erde, was letztendlich zu der Bezeichnung „Twilight“ führt. Hauptnutzlast der Mission war das Pandora-Teleskop der NASA.

Startort war die Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Als Träger wurde eine Falcon 9 eingesetzt. Die zweite Stufe setzte die Satelliten in zwei Tranchen in Höhen zwischen 520 und 570 Kilometern ab, bei Bahnneigungen um die 97,8 – 98,0 Grad.

Der Einsatz begann um 14:45 mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 4E des Raumfahrtzentrums. Die Absetzvorgänge begannen 61 Minuten und 33 Sekunden nach dem Liftoff mit der Freigabe von Connecta IoT-14 und endeten zwei Stunden und 33 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe mit dem Absetzen von AETHER-10. In diesem Zeitrahmen fanden auch zwei Brennmanöver der zweiten Stufe der Falcon 9 statt, um eine Bahnänderung vorzunehmen. Pandora war die viertletzte Nutzlast, die freigegeben wurde.

Als Booster wurde die Einheit 1097 eingesetzt, die damit ihre fünfte Mission absolvierte. Die Nutzlast war leicht genug, dass die Stufe zum Startort zurückkehren konnte und dort in der Landing Zone 4, nur 300 Meter von der Startrampe entfernt, wieder aufsetzte.

An Bord des Trägers befanden sich die 40 folgenden Satelliten:

  • Pandora von der NASA. Ein beim Start 325 Kilogramm schweres Teleskop mit einem Cassegrain-Reflektor von 45 Zentimeter Öffnungsweite. Ein Exoplanetenfinder. Hersteller Blue Canyon.
  • CarbSAR IOD. Ein 140 Kilogramm schwerer Satellit von und für SSTL in England.
  • Hawk 13A, B und C. Von HawkEye 360 in den USA. Erdbeobachtung
  • 2 x ICEYE X aus Norwegen. Erdbeobachtung.
  • UMBRA-12 aus den USA.
  • 2 x Acadia. Von Capella Space aus den USA.
  • HyMS von Spire Global aus den USA.
  • 10 x AETHER von Kepler Communications aus den USA.
  • 8 x MINAS. CubeSats auf Basis von Lemur-2. Von Spire Global aus den USA.
  • Hydra 2. CubeSat aus den USA.
  • 6UnitCubeSat der NASA. Ein Weltraumteleskop zur Sonnenbeobachtung.
  • Flamingo 1. CubeSat aus den USA.
  • 6CubeSat der NASA. Röntgenstrahlungsteleskop.
  • Dcubed-1/Araqys-D1. CubeSat aus den USA.
  • Tomorrow S10 und S11. Von Tomorrow.io aus den USA. Meteorologie.
  • 4 x Conecta-IoT. CubeSats aus der Türkei. Internet of Things.

Nach diesem Einsatz sieht die Startübersicht des Jahres 2025 wie folgt aus:

  1. USA: 4 (davon SpaceX: 4)
  2. China: 0
  3. Neuseeland: 0
  4. Russland: 0
  5. Europa: 0
  6. Indien: 0.
  7. Japan: 0
  8. Deutschland: 0.
  9. Australien: 0.
  10. Israel: 0
  11. Südkorea: 0

Die Statistik der eingesetzten Startplätze stellt sich folgendermaßen dar:

  1. Cape Canaveral/Kennedy Space Center: 2 (2/0)
  2. Vandenberg Space Force Base: 2
  3. Jiuquan: 0
  4. Xichang: 0
  5. Wenchang: 0 (institutionell 0/kommerziell 0)
  6. Mahia: 0
  7. Taiyuan: 0
  8. Plessezk: 0
  9. Dongfanghang Tiangang (auch: Oriental Spaceport Launch Ship): 0
  10. Baikonur: 0
  11. Guyana Space Centre: 0
  12. Satish Dhawan: 0
  13. Tanegashima: 0
  14. Andøya: 0
  15. Wostotschnij: 0
  16. Bowen Orbital Spaceport: 0
  17. Palmachin: 0
  18. Naro Space Center: 0

Bild: Grafische Darstellung Pandora. Quelle: NASA