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Bei der letzten japanischen Raumfahrtmission des Jahres brachte die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) am 23. Dezember mit einer Trägerrakete des Typs H2A zwei Nutzlasten auf unterschiedliche Umlaufbahnen. Dabei handelt es sich um die Global Change Observation Mission (GCOM-C), mit dem Umweltbeobachtungen durchgeführt werden und um den Super Low Altitude Test Satellite (kurz: SLATS), einen Technologieträger, der ein Ionentriebwerk einsetzt, um auf einer extrem niedrigen Erdumlaufbahn gegen die Restreibung der Atmosphäre die Flughöhe zu halten.

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Eine Trägerrakete des Typs Sojus FG brachte am 17. Dezember das bemannte russische Raumschiff Sojus MS-07 auf den Weg zur Internationalen Raumstation. Der Start erfolgte um 8:21 Uhr mitteleuropäischer Zeit von der Startrampe 1/5 des Kosmodroms in Baikonur, der historischen Startrampe, von der aus schon Juri Gagarin im Jahre 1961 seine Reise ins All antrat.

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Das hat es seit den Zeiten des Shuttles nicht mehr gegeben: Eine "flugerprobte"  Falcon 9 brachte am 14. Dezember eine Nutzlast in den Orbit, die ihrerseits bereits einen Weltraumeinsatz hinter sich gebracht hatte. Der Begriff "flugerprobt" stammt von SpaceX und bezeichnet Erststufen der Falcon 9, die bereits eine Mission absolviert haben. Bei der ISS-Nachschubmission CRS-13 brachte die selbe Falcon 9-Erststufe, mit der im  Juni bereits den Flug CRS-11 auf den Weg gebracht worden war, nun eine Raumkapsel in den Orbit, die bereits im April 2015 eine Nachschubmission (CRS-6) durchgeführt hatte, und damals 37 Tage im Orbit verbracht hatte. Lediglich der "Trunk", die zylindrische Verlängerung der Kapsel und der Hitzeschild sind neu.

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Nach einem vergleichsweise kurzen Aufenthalt an Bord der Internationalen Raumstation kehrte am 14. Dezember die Crew des Raumschiffes Sojus MS-05 wieder sicher zur Erde zurück. Die Landung in der Steppe von Kasachstan erfolgte um 9:38 Uhr mitteleuropäischer Zeit. An Bord der Rückkehrkabine des Raumschiffs befanden sich neben dem russischen Kosmonauten Sergei Rjasanski auch der ESA-Astronaut Paolo Nespoli und der NASA-Astronaut Randy Bresnik. Die drei waren am 28. Juli zur ISS aufgebrochen und hatten insgesamt 138 Tage 7 Stunden und 20 Minuten im Orbit verbracht.

Weiterlesen: Sojus MS-05 kehrt zur Erde zurück

Am 12. Dezember brachte die Arianespace mit einer Trägerrakete des Typs Ariane 5 ES die nächsten vier Raumfahrzeuge der europäischen Satellitennavigationskonstellation Galileo in eine halbsynchrone Erdumlaufbahn. Technisch gesehen handelt es sich dabei um die Einheiten FOC 15-18 (FOC = Full Operational Capability). Aber nachdem jeder Satellit den Namen eines Kindes trägt, das Landessieger im Galileo-Zeichenwettbewerb der Europäischen Kommission war, heißen die vier Flugeinheiten auch Nicole, Zofia, Alexandre und Irina.

Weiterlesen: Nicole, Zofia, Alexandre und Irina verstärken Galileo

Die hohe Startfrequenz im chinesischen Raumfahrtprogramm hält an. Am 10. Dezember brachte eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 Algeriens ersten Telekommunikationssatelliten in eine geostationäre Transferbahn. Startort war der Weltraumbahnhof Xichang in Zentralchina. Der Satellit trägt die Bezeichnung Alcomsat-1.

Weiterlesen: China startet Algeriens ersten Telekommunikationssatelliten

Nein, nicht den weltweit ersten Lastkraftwagen, sondern einen weiteren Satelliten der Yaogan-Reihe, sandte China am 3. Dezember in den Orbit. In dieser sehr allgemeinen Klassifikation trägt das Raumfahrzeug den Namen Yaogan-31. Daneben trägt aber auch die Bezeichnung "Land Surveying Satellite-1", woraus sich dann, über den Umweg der pinyin-Umschreibung der chinesischen Schriftsprache, aus dem Begriff Lùdì kānchá wèixīng 01 die offiziell benutzte Abkürzung LKW-1 ableitet. Der Satellit wurde von einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 2D auf einer sonnensynchronen Erdumlaufbahn abgesetzt.

Weiterlesen: China schickt LKW-1 in den Weltraum

Nur vier Tage nach dem Fehlstart einer Sojus 2.1b "Fregat" vom ostrussischen Weltraumbahnhof Wostotschny aus, bei dem insgesamt 18 Satelliten verloren gingen, brachten die russischen Streitkräfte am 2. Dezember erneut eine Trägerrakete dieses Typs an den Start. Dieses Mal jedoch in der dreistufigen Basisversion des Trägers, ohne die "Fregat"-Orbitaleinheit. Die Startmission begann am Weltraumbahnhof in Plesetzk, der meist für militärische Missionen eingesetzt wird, und verlief vollständig erfolgreich.

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In den letzten 15 Jahren ist es Russlands Raumfahrt nicht ein einziges Mal gelungen - trotz rückläufiger Startzahlen - ein ganzes Jahr unfallfrei zu bleiben. Heuer hätte es beinahe geklappt, aber dann führte am 28. November ein grotesker Fehler dazu, dass Russland neben einem teuren Wettersatelliten der Meteor-Reihe noch weitere 18 Kleinsatelliten, darunter die ersten 10 Flugeinheiten der Lemur 2-Konstellation von Spire Global in den Atlantik versenkte. Noch ist nicht vollständig klar, wie die Sache passiert ist, man darf aber schon heute eine - wahrscheinlich ziemlich begründete - Vermutung aussprechen, dass wieder einmal das katastrophale russische Qualitätsmanagement zum zahlreich wiederholten Male einer sündteure Raumfahrtmission ein frühes Grab bescherte.

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