Eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 brachte in den frühen Morgenstunden des 6. März den spanischen Kommunikationssatelliten Hispasat 30W-6 in einen subsynchronen geostationären Transferorbit. Es war der 50. Einsatz eines Trägers dieses Typs. Die Falcon 9 Heavy, die im vergangenen Monat ihren erfolgreichen Erstflug erlebte, ist in dieser Zählung nicht eingeschlossen. Eine Landung der ersten Stufe war bei dieser Mission nicht vorgesehen. Das Nutzlastgewicht überstieg die Marke, bei der eine erfolgreiche Landung zu erwarten gewesen wäre. Trotzdem hatte SpaceX zunächst geplant, zumindest einen experimentellen Landeversuch zu unternehmen, und die kleine Bergungsflotte bereits hinaus in den Atlantik geschickt. Schlechtes Wetter und sehr hoher Seegang in der geplanten Landezone bewog SpaceX aber, die Schiffe wieder zurück zu rufen und auf die mögliche Bergung zu verzichten. Der experimentelle Landeversuch (der letztendlich natürlich im Ozean endete) wurde trotzdem unternommen. Die Landung im Atlantik wurde aus Elon Musks Gulfstream 650 aus beobachtet.

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Eine Atlas 5 der United Launch Alliance (ULA) brachte am 1. März 2018 einen Wettersatelliten für die US "National Oceanic and Atmospheric Administration" (NOAA) auf eine geostationäre Transferbahn. Das Raumfahrzeug mit der Bezeichnung GOES-S ist der zweite von insgesamt vier Satelliten der fünften Generation geostationärer Umweltbeobachtungssatelliten des Geostationary Operational Environmental Satellit Programm, kurz auch GOES genannt. Die Konstellation muss zu jeder Zeit mindestens über zwei aktive Einheiten über der westlichen Hemisphäre verfügen.

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Eine Trägerrakete des Typs H-2A brachte am 27. Februar Japans neuesten militärischen Beobachtungssatelliten in den Orbit. Der Start von IGS Optical-6 erfolgte um 5:34 Uhr mitteleuropäischer Zeit (entsprechend 12:34 Uhr Ortszeit) vom Launch Pad 1 des Raumfahrtzentrums Tanegashima. Als Träger wurde die Version 202 der Rakete eingesetzt. Sie verfügt über zwei Feststoffbooster zur Startunterstützung. Der Satellit wird vom "Cabinet Satellite Intelligence Center" betrieben, das direkt an die japanische Regierung berichtet. Es handelt sich dabei um einen elektro-optischen Aufklärer, der vor allem die Aktivitäten des suspekten Nachbarn Nordkorea genau unter die Lupe nehmen soll.

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Nach 168 Tagen im Weltraum kehrt am 28. Februar die Crew von Sojus MS-06 wieder wohlbehalten zur Erde zurück. Alexander Misurkin, Joe Acaba und Mark Vande Hei landeten um 3:31 Uhr mitteleuropäischer Zeit in der schneebedeckten Steppe von Kasachstan. Für Misurkin und Acaba war es jeweils der zweite Raumflug gewesen. Ihre kumulierte Zeit im Orbit beträgt nach dieser Mission 334, respektive 306 Tage. Mark Vande Hei war zum ersten Mal im Weltraum.

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Bei SpaceX ist fast jeder Einsatzflug gleichzeitig auch eine Testmission. Das war an diesem 22. Februar nicht anders. Erstmals wurde die "Fairing 2.0." eingesetzt, eine überarbeitete Nutzlastverkleidung, mit der auch gleich ein Bergungsversuch durchgeführt wurde. Bei der Mission wurden auch die beiden ersten Testeinheiten von Elon Musks zukünftiger Internet-Constellation in den Orbit gebracht. Die erste Stufe der Rakete, Core No. 1038.2 erlebte ihren zweiten und zugleich letzten Einsatz. Bei dieser Stufe handelt es sich um den letzten Block-3 Booster. Mit ihm war im August 2017 der taiwanesische Erdbeobachtungssatellit Formosat-5 gestartet worden. Die Block 3-Version der Falcon 9-Erststufe wird nur jeweils einmal wiederverwendet. Die Hauptnutzlast bei dieser Mission war der spanische Erdbeobachtungssatellit PAZ, der relativ kurzfristig von einer russischen Dnepr-Rakete auf die Falcon 9 "umgebucht" worden war.

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