Am 29. März brachte eine Trägerrakete des Typs GSLV Mark II den indischen Militär-Kommunikationssatelliten GSAT-6A auf eine geostationäre Transferbahn. Die Mission begann um 16:56 Uhr Ortszeit, entsprechend 12:26 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startrampe 2 des auf der ostindischen Insel Shriharikota gelegenen Raumfahrtzentrums Sathis Dhawan.

Die Trägerrakete ist eine leicht verbesserte Version der bisher eingesetzten Mark II-Variante des Trägers. Der Schub des Zweitstufentriebwerks ist nun deutlich erhöht und das Brennschlussverhalten der dritten Stufe wurde optimiert. Mit GSLV hatte die ISRO in der Vergangenheit einige Probleme. Von den bisher durchgeführten 12 Starts endeten drei als komplette Fehlschläge und zwei nur als Teilerfolge. Einschließlich der Mission vom 29. März waren aber die letzten fünf Missionen in Folge erfolgreich. Eine weiter verbesserte Version der GSLV soll im Herbst ihren Dienst aufnehmen. Beim aktuellen Einsatz wurde das Raumfahrzeug auf einer Bahn mit einem Perigäum von 149 Kilometern, einem Apogäum von 26.500 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 20,7 Grad abgesetzt.

GSAT-6A wurde von der indischen Raumfahrtagentur ISRO auf Basis der Satellitenplattform I-2K gebaut. Das Raumfahrzeug verfügt über eine Startmasse von 2.140 Kilogramm, ist 1,5 x 1,7 x 2,4 Meter groß, und seine beiden Solargeneratoren liefern eine elektrische Leistung von 3,1 Kilowatt am Ende der Lebenszeit.

GSAT-6A ergänzt GSAT-6, der im August 2015 ebenfalls mit einer GSLV gestartet worden war. Wie dieser wird auch die neue Einheit vom indischen Militär genutzt werden. Sie ist für kleine mobile Sende- und Empfangseinheiten ausgerüstet. Zu diesem Zweck ist der Satellit mit 10 S-Band-Transpondern, einem C-Band Transponder und einer entfaltbaren, sechs Meter durchmessenden Sendeantenne ausgerüstet. Die beiden Satelliten werden in sehr geringem Abstand voneinander auf 83 Grad östlicher Länge über dem Äquator Dienst tun. Ihre Design-Lebensdauer beträgt jeweils mindestens 10 Jahre.

Bild: Die GSLV-Mark II mit GSAT-6A wird zum Startplatz transportiert; Credit: ISRO