Zum dritten Mal in diesem Jahr brachte die russische Raumfahrtagentur Roskosmos ein Nachschubfahrzeug für die Internationale Raumstation in eine Erdumlaufbahn. Das Raumfahrzeug mit der Bezeichnung Progress MS-07 startete am 14. Oktober an Bord einer Sojus 2.1a um 10:57 Uhr mitteleuropäischer Zeit von der Startrampe 31/6 in Baikonur, und legte am 16. Oktober, um 13:09 Uhr am Pirs Docking-Port der ISS an. Die Chance, das Dockingmanöver in Rekordgeschwindigkeit durchzuführen, verpasste die russische Raumfahragentur allerdings, weil der Start zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt in letzter Sekunde abgebrochen wurde. Damit wurde die Option für ein "superschnelles" Rendezvous-Manöver vertan.

Wäre der Start wie vorgesehen am 12. Oktober erfolgt, dann wäre dieser "superschnelle" Transfer möglich gewesen, der das Raumfahrzeug innerhalb von nur zwei Erdumkreisungen und nach insgesamt drei Stunden und 24 Minuten Flugzeit zum Anlegen an die ISS geführt hätte. So schnelle Rendezvous- und Dockingmanöver hat es seit den Gemini-Tagen Mitte der 60iger Jahre nicht mehr gegeben.

Progress MS-07 ist zwar erst die siebte Flugeinheit der MS-Serie dieses Frachtschiffes, insgesamt ist aber schon die 159. Progress, seit im Jahre 1978 die erste Einheit damals noch zur Raumstation Saljut 6 flog. Für die ISS ist es inzwischen die 70. Progress-Mission. Tatsächlich hat das allerdings nur 67mal geklappt, denn drei der Frachter gingen bei Startunfällen verloren.

Das neue Nachschubfahrzeug brachte 700 Kilogramm Treibstoff, 25 Kilogramm Sauerstoff, 23 Kilogramm Luft, 356 Liter Wasser und 1.445 Kilogramm so genannte "trockene Fracht" wie Ersatzteile und Nachschubgüter zur Raumstation.

Bild: Sojus 2.1a mit Progress MS-07 vor dem Start; Credit: Roskosmos