Der russische Kosmonaut Alexander Misurkin und die beiden US-Astronauten Mark Vande Hei und Joe Acaba erreichten am 12. September gut sechs Stunden nach ihrem Start in Baikonur die Internationale Raumstation. Damit ist der orbitale Außenposten wieder mit seiner gegenwärtigen Mannschafts-Sollstärke von sechs Personen belegt. Nur wenige Tage zuvor waren Peggy Whitson, Jack Fischer und Fjodor Jurtschikin von der ISS wieder zur Erde zurückkehrt.

Die Startmission zur ISS begann an der historischen Startrampe 1/5 um 23:17 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Knapp neun Minuten später war ein erster Übergangsorbit erreicht, das Raumschiff trennte sich von der dritten Stufe der Trägerrakete und entfaltete Solargeneratoren und Antennen. Die erzielte Umlaufbahn wies ein Perigäum von 197 Kilometern, ein Apogäum von 255 Kilometern und eine Bahnneigung zum Äquator von 51,67 Grad auf. Von hier aus wurde mit einer Reihe von Brennmanövern über die kommenden Stunden die Flugbahn der Sojus auf die der ISS angehoben. Die lag zum Zeitpunkt des Starts von Sojus MS-06 bei einem Perigäum von 401 Kilometern und einem Apogäum von 407 Kilometern. Das Docking erfolgte am Poisk-Modul der Raumstation, sechs Stunden und 13 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe.

Misurkin hat zuvor einen Raumflug absolviert, Acaba bereits zwei Missionen, davon noch eine an Bord des Shuttle Discovery bei der Mission STS 119. Für Vande Hei ist die Mission von Sojus MS-06 der erste Raumflug. Die geplante Flugdauer der Crew beträgt 177 Tage.

Bild: Emblem der Mission Sojus MS-06. Credit: Roskosmos