Auch der dritte Einsatz einer russischen Trägerrakete des Typs Proton M Briz M nach dem einjährigen „Grounding“ verlief am 11. September erfolgreich. Bei diesem Flug brachte die Rakete einen Kommunikationssatelliten für den spanischen Dienstleister Hispasat in eine geostationäre Transferbahn. Der Träger startete vom Kosmodrom von Baikonur in Kasachstan. Die Startmission dauerte, wie bei den Einsätzen der Proton M Briz M für den geostationären Transferorbit üblich, mehr als neun Stunden, bevor der Satellit freigegeben werden konnte.

Der Einsatz für Amazonas 5 – so der Name des Raumfahrzeugs - begann um 20:39 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 200/39. Nach dem Einsatz der drei Basisstufen der Rakete absolvierte die Orbitaleinheit, bestehend aus der Briz-M Oberstufe und dem Satelliten an der Spitze, das übliche fünf-phasige Brennmanöver, um das Raumfahrzeug in einen geostationären Transferorbit zu bringen. Neun Stunden und 12 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe wurde Amazonas 5 abgesetzt.

Die Mission war die zweite, seit der Träger nach einer fast einjährigen Überarbeitungsphase wieder in den aktiven Dienst zurückkehrte. Die erste Mission nach der Unterbrechung war die Mission von Echostar XXI im Juni gewesen.

Der beim Start 5.900 Kilogramm schwere Amazonas 5 ist der dritte Satellit, den Space Systems Loral (SSL) an Hispasat geliefert hat. Eine vierte Einheit – sie trägt die Bezeichnung Hispasat 30W-6 - soll in wenigen Monaten starten. Die anderen beiden waren Amazonas 3 und Hispasat 30W-5. Amazonas 5 basiert auf der Satellitenplattform 1300 von SSL und verfügt über 34 Ka-Band Spot-Beams und 24 Ku-Band Transponder. Er soll Telekommunikationsdienste für Südamerika zur Verfügung stellen und über dem Äquator auf 61 Grad westlicher Länge stationiert werden.

Bild: Amazonas 5 im Orbit. Künstlerische Darstellung. Credit: SSL