SpaceX führte am 16. Mai ihre sechste Orbitalmission innerhalb der letzten vier Monate durch. Dabei wurde der über 6.000 Kilogramm schwere Kommunikationssatellit Inmarsat-5 F4 auf eine supersynchrone geostationäre Transferbahn transportiert. Das Gewicht des Satelliten und die Anforderungen an die Flugbahn erlaubten bei diesem Start keine Rückführung der ersten Stufe. Die Falcon 9 Trägerrakete flog daher ausnahmsweise (aber doch schon zum zweiten Mal in diesem Jahr) in der "expendable"-Version, bei der sich keine Landevorrichtungen an Bord befinden.

Die Mission begann pünktlich zum Beginn des 51 Minuten langen Startfensters um 19:20 Uhr Ortszeit am 15. Mai, entsprechend 1:20 Uhr am 16. Mai nach mitteleuropäischer Zeitrechnung. Knapp 32 Minuten nach dem Liftoff wurde die Nutzlast auf einer Umlaufbahn mit einem Perigäum von 385 Kilometern, einem Apogäum von 70.200 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 24,5 Grad abgeliefert.

Der beim Start 6.070 Kilogramm schwere Inmarsat-5 F4 ist die letzte Einheit in einer Serie von vier großen Satelliten für den Global Xpress-Breitband-Service von Inmarsat. Das Raumfahrzeug wurde von Boeing auf Basis der BSS-702HP Plattform gebaut. Er trägt 89 Ka-Band-Transponder und ist für eine Betriebszeit von 15 Jahren ausgelegt. Er liefert Internet an Schiffe und Flugverkehr, Videostreaming-Dienste und verschlüsselten Breitbandservice für institutionelle Kunden.

Der Satellit war unter der Nutzlastverkleidung der Rakete in "verstautem" Zustand knapp sieben Meter hoch, 3,6 Meter tief und 3,3 Meter breit. Die beiden Solargeneratoren haben eine Spannweite von 34 Metern und versorgen die Transponder und die Betriebssysteme mit einer Stromleistung von 15 Kilowatt. Mit seiner Masse und den geforderten Bahnparametern liegt Inmarsat-5 F4 nahe der maximalen Transportkapazität der Falcon 9. Aus diesem Grund musste SpaceX auf eine Rückführung der ersten Stufe verzichten, denn der verbliebene Treibstoff hätte nicht mehr für ein Landemanöver ausgereicht.

Bild: Missionslogo; Credit: SpaceX