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Start H2AAm 12. Dezember, um 2:21 Uhr mitteleuropäischer Zeit, brachte Japan den insgesamt siebten Aufklärungssatelliten der IGS-Reihe in den Orbit.  Der Start erfolgte von der Startanlage 1 des Yoshinobu-Startkomplexes an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Der Träger setzte den Satelliten rund zwanzig Minuten nach dem Verlassen der Startrampe auf einer polaren Umlaufbahn ab.

Für den Start wurde ein Träger des Typs H-2A in der Version 202 (mit zwei Starthilfsboostern) eingesetzt.  Die Rakete wog beim Start 285 Tonnen. Es war der zwanzigste Flug einer H-IIA-Rakete, der vierzehnte erfolgreiche für diesen Raketentyp in ununterbrochener Folge, und der dritte Flug, bei dem ein Radarsatellit aus der Reihe der IGS-Raumfahrzeuge ins All transportiert wurde. Das Raumfahrzeug bewegt sich nun in einer annähernd kreisförmigen Erdumlaufbahn in 490 Kilometern Höhe auf einer um rund 97,7 Grad gegen den Äquator geneigten polaren Erdumlaufbahn.

Die Abkürzung „IGS“ steht für Information Gathering Satellite. Diese Raumfahrzeuge gibt es in Ausführungen mit optischen Bilderfassungssystemen und als Radarsatelliten.

Im Regelbetrieb fliegen jeweils ein optischer Beobachtungssatellit und ein Radaraufklärer auf der gleichen Umlaufbahn hintereinander und beobachten die Aktivitäten potentiell feindlich gesinnter Nationen wie zum Beispiel Nordkorea. Neben der militärischen Nutzung sollen die Satelliten auch für die zivile Fernerkundung eingesetzt werden.

Das erste Satellitenpaar aus IGS 1A und IGS 1B wurde am 28. März 2003 in den Weltraum transportiert. Im selben Jahr, am 29. November, ging das nächste Satellitenpaar - IGS 2A und IGS 2B - bei der fehlgeschlagenen Mission der H 2A Flugnummer F6 verloren, weil sich ein ausgebrannter Feststoffbooster nicht wie vorgesehen von der Rakete löste. Die Rakete kam dadurch soweit von der vorgesehenen Flugbahn ab, dass sie zerstört werden musste.

Am 11. September 2006 gelang der Start des optischen Aufklärungssatelliten IGS 3A. Am 24. Februar 2007 wurden IGS 4A und IGS 4B ins All gebracht. IGS 5, ein optischer Aufklärungssatellit mit einem verbesserten Bilderfassungssystem, erreichte am 28. November 2009 die Erdumlaufbahn. IGS 6, ebenfalls für den optischen Bereich, am 22. September 2011.

Mit IGS 7, resp. „Radar 3“ steht dem japanischen Militär nun wieder ein Radaraufklärer Verfügung. Die zwei Vorgängersatelliten mit Radaranlagen an Bord waren beide wegen Problemen mit ihren Stromversorgungsanlagen frühzeitig ausgefallen, zuletzt der im Jahr 2007 gestartete Radarsatellit IGS 4A im August 2010.