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In der Nacht des 2. Juli 2007 wurde der zweite Satellit des SAR-Lupe-Systems erfolgreich in seiner Umlaufbahn ausgesetzt. Die russische Trägerrakete Kosmos 3M startete planmäßig um 21:38:41 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom russischen Weltraumbahnhof Plesetsk südlich von Archangelsk. Gut zehn Minuten später wurde der Radarsatellit auf seinem erdnahen Orbit in zirka 500 Kilometern Höhe ausgesetzt.

Start des Satelliten SAR-Lupe Ein erstes Lebenssignal wurde um 22:41 Uhr über die Bodenstation Kerguelen im südlichen Indischen Ozean empfangen. Der direkte Kontakt zwischen Kontrollzentrum und Satellit wurde wie geplant 92 Minuten nach Start hergestellt. SAR-Lupe 2 funktioniert nach ersten Tests im Orbit einwandfrei, sodass mit der Inbetriebnahme bereits in der vergangenen Nacht begonnen wurde. Ein erstes Highlight war das erfolgreiche Ausklappen des Antennenarms.

Die Satellitenkontrolle liegt derzeit in den Händen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR in Oberpfaffenhofen. Die Bodenstation der Bundeswehr in Gelsdorf verfolgt den Satelliten parallel und übernimmt den Betrieb dann Ende Juli. Von dort wird das Radarsystem zur Aufnahme von SAR-Bildern in Betrieb genommen.

Das System kann bereits jetzt von der Bundeswehr genutzt werden. Mit dem zweiten Start und nach der anschließenden Inbetriebnahme wird der Bundeswehr ab Herbst 2007 ein operationelles Aufklärungssystem zur Verfügung stehen, das alle Anforderungen des Auftraggebers erfüllt.

Der erste SAR-Lupe-Satellit befindet sich seit Dezember 2006 in seiner Erdumlaufbahn.

Die verbleibenden drei Satelliten folgen nun in Abständen von vier bis fünf Monaten. Das Gesamtsystem soll 2008 errichtet sein.