12.2.2008
- Columbus erreicht Heimathafen
Das europäische
Raumstationsmodul Columbus hat seinen endgültigen
Bestimmungsort erreicht. Die Mitglieder der Expeditionscrew 16 und die
STS 122-Mannschaft arbeiteten gestern zusammen um das Raumlabor aus der
Nutzlastbuch des Shuttles zu hieven und mit der Raumstation zu
verbinden.
Während des ersten Außenbordeinsatzes der Atlantis-Besatzung
befestigten die Astronauten Rex Walheim und Stanley Love zunächst den
sogenannten Power and Data Grapple Fixture (PDGF)
am Columbus-Modul. Danach konnte der Greifarm der
Station das Modul aus der Nutzlastbucht des Shuttles heben und an den
seitlichen Docking-Port am Harmony-Modul
anflanschen.
Um 22:44 Uhr mitteleuropäischer Zeit war der
Einsatz beendet. Walheim und Love hatten dabei 7:58 Stunden außerhalb
der Station gearbeitet. Eigentlich hätte der deutsche Astronaut Hans
Schlegel zusammen mit Walheim diese Arbeiten vornehmen sollen. Wegen
einer nicht näher spezifizierten Erkrankung Schlegels war dessen
Außenbordmanöver aber abgesagt worden. Für ihn war dann Stan Love
eingesprungen.
In
der Zwischenzeit gab die NASA bekannt, dass Schlegel seinen
ursprünglich zweiten, nunmehr aber ersten (und wahrscheinlich einzigen)
Außenbordeinsatz am Mittwoch durchführen wird. Offensichtlich hat sich
sein Gesundheitszustand wieder soweit gebessert, dass er die körperlich
anstrengende Aufgabe bewältigen kann.
Heute wird das Columbus-Modul
geöffnet. Gleich danach beginnen die Astronauten mit seiner
Inbetriebnahme. Es müssen mehrere hundert Sicherheitsbolzen und
Halterungen entfernt werden, Vorräte und Ausrüstung und drei der fünf
Nutzlastracks müssen an ihre endgültige gebracht werden.
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