2006: Am 15. Januar kehrt die Kapsel mit Kometenstaub der Sonde Stardust mit wertvoller Fracht zur Erde zurück. Die erste Sonde, die Pluto erforschen woll, New Horizons, startet am 19. Januar. Mars erhält neuen Besuch: Am 10. März schwenkt der Mars Reconnaisance Orbiter in den Orbit ein. Dafür quittiert der Mars Global Surveyor am 3. November nach zehn Jahren seinen Dienst. Ein weiterer Planetenspäher erreicht sein Ziel: Venus Express erforscht ab 11. April die Gluthölle auf dem Nachbarplaneten. Anousheh
Ansari, US-amerikanischiranische Multimillionärin, ist die erste
weibliche Weltraumtouristin. Ansari wird als Mitglied der
Startbesatzung berufen, die am 18. September 2006 zur ISS startet. Am
20. September erreichte sie die Internationale Raumstation und kehrt am
29. September mit Sojus TMA-8 und der ISS-Expedition 13 zur Erde zurück.
2005:
Die Kometensonde Deep Impact
nimmt am 12. Januar Kurs auf den Kometen Tempel-1. Die Sonde enthält
einen Impaktor, der am 4. Juli erfolgreich sein Ziel erreicht und auf
dem Kometen einschlägt. Am 14. Januar landet die ESA-Sonde Huygens
erfolgreich auf dem rätselhaften Saturnmond Titan. Die NASA nimmt am
26. Juli ihr Shuttleprogramm mit dem Start der Discovery wieder auf.
Kommandantin ist die erfahrene Pilotin Eileen Collins. Eine weitere
NASA-Marsmission geht auf die Reise: am 12. August startet der Mars
Reconnaisance Orbiter. Beim Start des chinesischen Raumfahrzeugs
Shenzou 6 brechen am 12. Oktober zwei weitere Taikonauten zu einer
fünftägigen Reise in den Erdorbit auf. Am 2. November startet die
ESA-Sonde Venus Express, deren Bauweise jener von Mars Express sehr
ähnlich ist.
2004: Am 4. Januar erreicht der Marsrover Spirit den Gusev-Krater. Kurz darauf, am 25. Januar, erreicht auch Marsrover Opportunity
sein Ziel: Meridiani Planum. Die ESA startet eine ambitionierte
Wissenschaftsmission: Die Raumsonde Rosetta soll den Kometen
Churiumov-Gerasimenko erforschen und einen Lander absetzen, der
zusammen mit dem Kometen zur Sonne fliegt und dabei berichten, welche
Vorgänge bei der Annäherung eines Kometen an die Sonne stattfinden. Am
26. Juli nimmt die NASA die Shuttleflüge wieder auf. Am 12. August
startet die Raumsonde Mars Reconnaisance Orbiter. Mit zwei Suborbitalflügen auf rund 100 Kilometer
– die von der FAI definierten Grenze zum Weltraum - von SpaceShipOne
am 29. September und 4. Oktober schreibt die bemannte private Raumfahrt
Geschichte und Scaled Composites
gewinnt damit den
Ansari X-Prize. Die private Raumfahrt wird damit zu einem ernst zu
nehmenden Faktor in der Raumfahrt. China schickt am 12. Oktober mit
Shenzou 6 zwei Taikonauten ins All. Ende des Jahres, am 2. November,
bricht die europäische Sonde Venus Express zu unserem inneren Nachbarplaneten auf.
2003:
Am 1. Februar wird der Spaceshuttle Columbia
beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört. Grund für den Unfall
ist ein Schaden am Hitzeschild, der beim Start entstanden war. Das
Shuttleprogramm wird daraufhin für mehr als zwei Jahre ausgesetzt. Am
9. Mai startet Japan die Sonde Hayabusa mit dem
Ziel, den
Asteroiden Hitokawa zu untersuchen und eine Bodenprobe zur Erde zu
bringen. Die extreme Nähe des Roten Planeten löst einen wahren Boom an
Mars-Missionen aus. Am 2. Juni startet Mars Express,
eine Sonde der ESA. Am 10. Juni folgt der NASA-Marsrover Spirit,
der Rover Opportunity startet am 8. Juli. Mit SMART-1
startet die ESA auf einer Ariane 5 eine erste Sonde
zum Mond. China schickt am 15. Oktober den ersten Taikonauten mit Shenzou
5 zu einem Orbitalflug ins All. Der Mars Express
schwenkt am 25. Dezember in einen Mars-Orbit ein.
2002:
Die Sonde Mars Odyssey
nimmt am 18. Februar ihre Beobachtung des Roten Planeten auf. Im
Oktober kann sie erstmals Wassereis auf dem Mars nachweisen. Forscher
vermuten, dass der Marssüdpol fast nur aus so genanntem
Trockeneis (gefrorenem Kohlenstoffdioxid) besteht. Der Orbiter arbeitet
bis heute in der Marsumlaufbahn. Am 1. März startet Envisat,
ein großer europäischer Radarsatellit zur Erdbeobachtung.
Jerry Ross fliegt als erster Mensch am 25. April zum siebten Mal ins
All. Der zweite Weltraumtourist und erste afrikanische Raumfahrer Mark
Shuttleworth besucht im Frühjahr die ISS. Am 30. Oktober fliegen drei
Kosmonauten mit einer verbesserten Sojus-Kapsel zur
ISS.
2001:
Das amerikanische Modul Destiny wird am 7. Februar
mit der Raumfähre Atlantis zur ISS transportiert.
Am 12. Februar setzt die Sonde NEAR,
nachdem sie den Asteroiden Eros aus der Umlaufbahn untersucht hat,
weich auf dem Kleinplaneten auf. Am 23. März verglüht die Raumstation
Mir in der Erdatmosphäre. Die NASA-Sonde Mars Odyssey
startet
am 7. April zum Roten Planeten. Dennis Tito, der erste kommerzielle
Weltraumtourist, gelangt mit einer am 28. April gestarteten Sojus-Kapsel
zur ISS. Am 8. August startet die Raumsonde Genesis,
welche Sonnenwind-Material mit extrem luftigem Material (Aerogel)
einsammeln soll. Am 22. September liefert die Sonde Deep
Space1 hervorragende Bilder vom Kern des Kometen Borelly.
2000:
Im Februar 2000 startet STS-99 zur Shuttle
Radar Topography Mission und macht eine Höhenkartierung der
Erde zwischen 60 Grad nördlicher und 58 Grad südlicher Breite. Die
beiden weiteren Shuttleflüge dienten dazu die Internationale
Raumstation für eine erste Inbetriebnahme vorzubereiten. Am 12. Juli
transportiert eine Proton-Rakete das Service-Modul Swesda
zur ISS. Mit dem Sojus-Flug TM-31
mit
Juri Gidsenko, William Sheperd und Sergei Krikaljow, dem ersten Sojus-Flug
zur ISS, wirde am 2. November die ISS in Betrieb genommen. Ab diesem
Zeitpunkt sind ununterbrochen Menschen im All.
Am 30. Dezember fliegt Cassini-Huygens an Jupiter
vorbei.
1999:
Am 3. Januar startet der Mars Polar
Lander, die Landung am 3. Dezember scheitert jedoch. Am 7.
Februar startet die Kometensonde Stardust
der NASA, um den Kometen Wild 2 zu untersuchen. Die Sonde
führt eine Rückkehrkapsel mit sich und bringt im Januar 2006
den Sternenstaub zurück. Am 27. Mai startet der Spaceshuttle Discovery,
um Fracht und Geräte zur ISS zu bringen, die dabei erstmals betreten
wird. Bei einer weiteren Shuttlemission, die am 23. Juli startet,
wird das Röntgenteleskop Chandra in den
Orbit gebracht (Raumfähre Columbia).
China testet am 19. November das Raumschiff Shenzou
ohne Besatzung, mit dem später Taikonauten ins All reisen sollen.
1998:
Am 7. Januar
startet die Mondsonde Lunar Prospector. Die letzte Shuttle-Mir-Mission
startet am 2. Juni (Discovery). Die interplanetare
Raumsonde Deep Space 1,
die mit einem Ionentriebwerk ausgerüstet ist, startet am 24. Oktober
und liefert 2001 Bilder vom
Kometen Borelly. John Glenn, Jr. war der erste Amerikaner, der 1962 die
Erde in einem Raumschiff umkreiste. Vom 29. Oktober bis 7. November
1998 reist Glenn im Rahmen der Shuttlemission STS-95 mit der Raumfähre Discovery
erneut in den Weltraum und hält mit 77 Jahren den Rekord als ältester
Raumfahrer im Orbit. Am 20. November 1998 wird der erste Bauteil der
Internationalen Raumstation ISS, das von Russland gebaute Fracht- und
Antriebsmodul Sarja, von einer Proton-Schwerlastrakete
in die Umlaufbahn gebracht. Das zweite Modul, Unity
(NASA) folgt am 4. Dezember mit der Endeavour
(STS-88).
1997:
Das
Weltraumteleskop Hubble erhält weiteren Besuch von der Erde - eine
Servicemission startet am 11. Februar mit der Raumfähre Discovery. Die
Raumfähre
Columbia muss am 4. April wegen eines Problems
mit
einer Brennstoffzelle einen Flug abbrechen. Mars Pathfinder
landet auf dem Roten Planeten - diese Sonde gehört zu der
neuen Generation von Raumfahrzeugen: "schneller, kleiner, besser,
billiger" ist das neue Motto. Die Bilder des Rovers „Sojourner“ von der
Marsoberfläche gehen um die Welt. Cassini, die
"letzte Kathedrale" - eine Raumsonde der alten, großzügigen Bauweise -
startet am 15. Oktober von Cape Canaveral aus. An Bord: die europäische
Landesonde Huygens, die den Mond Titan erforschen
soll.
1996:
Die
1990er Jahre sind das Jahrzehnt der Spaceshuttles. 1996 wurden
insgesamt sieben Spaceshuttle-Flüge durchgeführt, wobei STS-76 und
STS-79 an die Raumstation Mir andocken und STS-78
mit 16 Tagen
bis heute die die längste Shuttlemission ist. In China kommen beim
Fehlstart einer Trägerrakete sechs Menschen ums Leben, 47 werden
verletzt. Am 17. Februar wird die Sonde gestartet,
die zum Asteroiden Eros fliegt; sie ist die erste Sonde aus der
NASA-Serie "schneller, besser, billiger". Ein weiteres Raumfahrzeug
dieser Bauweise, Mars Pathfinder, startet am 4.
Dezember.
1995:
Die
Raumfähre Discovery startet am 3. Februar zu einem
ersten Rendezvous mit der Raumstation Mir (ohne Koppelung). Am 14. März
besucht
Norman Thagard als erster Amerikaner mit einer Sojus-Kapsel
die russische Raumstation. Am 27. Juni bricht ein weiterer
Spaceshuttle zu Mir auf und dockt zwei Tage später an. Die Raumsonde Galileo
setzt
am 12. Juli eine Sonde aus, die in die später Jupiter-Atmosphäre
eintaucht. Den Jupiter-Orbit erreicht Galileo
am 12. Dezember. Das auch heute noch sehr erfolgreiche europäische
Sonnenobservatorium SOHO startet am 2. Dezember mit einer
amerikanischen Trägerrakete.
1994:
Nach
1972 besuchten weder ein Mensch noch eine Sonde den Mond. Erst mit dem
Start der Sonde Clementine
am 25. Januar ändert sich das. Die Sonde mit einer polaren Umlaufbahn
kartiert 95 Prozent der Mondoberfläche auf insgesamt 1,6 Millionen
Einzelbildern. Durch eine Computerpanne, die eine Fehlzündung
verursacht, wird der Weiterflug zu einem Asteroiden verhindert. Clementine
zerschellt am 14. Mai am Mond. Wissenschaftlich gesehen ist die Mission
dennoch ein großer Erfolg. 1996 werden Hinweise publiziert, die
vermuten lassen, dass es Wassereis auf dem Mond gibt. In diesem Jahr
finden sieben Shuttleflüge und drei Sojus-Flüge
(eine davon EUROMIR 94 mit Ulf Merbold; Start: 3. Oktober) zur
Raumstation Mir statt.
1993:
Die
deutschen Astronauten Ulrich Walter und Hans W. Schlegel nehmen am 26.
April an einer Shuttlemission mit Spacelab an Bord
teil. Der russische Präsident Boris Jelzin stellt mit 30. Juni das
Raumfährenprogramm Buran ein. Am 1. August sendet
die Jupitersonde Galileo Bilder von dem Asteroiden Ida und seinem
Begleiter Dactyl. Am 22. Oktober reißt der Funkkontakt zur NASA-Sonde Mars
Observer beim Einschuss in den Orbit ab. Die erste
Hubble-Servicemission startet am 2. Dezember, um dem fehlsichtigen
Weltraumteleskop eine "Brille" zu verpassen.
1992:
Am 7.
Mai startet der Spaceshuttle Endeavour zu seinem
Jungfernflug ins All. Zum ersten Mal wird ein Weltraumspaziergang mit
drei Astronauten gleichzeitig durchgeführt. In diesem Jahr werden
insgesamt sechs Shuttleflüge durchgeführt. Die Sonde Magellan
kartiert mittels Radar die Oberfläche der Venus. Am 10. Juli inspiziert
die europäische Kometensonde Giotto den Kometen Grigg-Skellerup. Am 25.
September startet die NASA-Sonde Mars Observer.
Eine chinesische Trägerrakete bringt den deutsch-schwedischen
Satelliten Freja in den Orbit.
1991:
Die
Raumstation Saljut 7 tritt wegen der
unerwartet hohen Sonnenaktivität, aufgrund derer sich die Erdatmosphäre
ausdehnt, am 7. Februar - früher als berechnet - in die Erdatmosphäre
ein, Teile stürzen über Südamerika ab. Das Gammastrahlen-Observatorium Compton
wird am 5. April in den Orbit gebracht. Franz Viehböck wird als erster
österreichischer Raumfahrer für das sowjetischösterreichische
Weltraum- rojekt Austromir 91
ausgewählt.
Er startet am 2. Oktober 1991 mit Sojus TM-13 von
Baikonur. Während seines Aufenthalts in der Raumstation Mir
führt er zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch. Viehböck kehrt
nach sieben Tagen und 22 Stunden mit Sojus TM-12
zurück und landet am 10. Oktober in Kasachstan.
1990:
Nach
langer Zeit startet am 24. Januar wieder eine Sonde zum Mond: die
japanische Sonde Hiten. Am 19. März wird der
Mini-Lander
Hagomoro abgetrennt, der Funkkontakt reißt
jedoch
unmittelbar nach der Trennung ab. Am 25. April startet das
Weltraumteleskop Hubble an Bord der Raumfähre Discovery.
Das Hubble Space Telescope (HST) ist ein
Weltraumteleskop
für sichtbares Licht, Ultraviolett- und Infrarotstrahlung,
das die Erde in 590 Kilometer Höhe innerhalb von 95
Minuten einmal umkreist. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von NASA
und
ESA, benannt ist es nach dem US-Astronomen Edwin
Hubble.
1989:
Die
Station Mir bleibt von 27. April bis 6. November unbesetzt. Die
Radarsonde Magellan, welche erstmals die Oberfläche
der Venus genau kartografiert, startet am 4. Mai mit dem Spaceshuttle Atlantis.
Die ESA schickt am 8. August den Astrometrie-Satelliten Hipparcos
in den Orbit, der eine detailreiche Vermessung des Himmels vornimmt.
Die Raumsonde Voyager 2 erreicht am 24. August den
Planeten Neptun und passiert diesen in einer Entfernung von nur 5000
Kilometern. Die Raumsonde Galileo geht an Bord des
Shuttles Atlantis auf die Reise zum Planeten
Jupiter. Der Satellit COBE, welcher eine Karte der kosmische
Hintergrundstrahlung erstellt, wird am 18. November gestartet.
1988:
Mit
den Sonden Fobos 1 und Fobos 2
nimmt die UdSSR ihr
Marsprogramm wieder auf. Im Juli startet Fobos 1,
der Kontakt
zur Sonde bricht allerdings im September ab. Die
Schwestersonde startet im Juli und erreicht im Januar 1989 die
Marsumlaufbahn. Fobos 2 ist auch die letzte
planetare Raumfahrtmission
der UdSSR, da weitere geplante Mission wegen des
Zusammenfalls der UdSSR ausfallen. Am 29. September 1988 startet der
Spaceshuttle Discovery erstmals nach dem Challenger-Unglück.
STS-26
setzt unter anderem einen Kommunikationssatelliten aus. Der russische
Spaceshuttle Buran unternimmt am 15. November
seinen einzigen (unbemannten) Raumflug.
1987:
Am 31. März wird mit Kwant 1 die Raumstation Mir
erstmals erweitert.
Die UdSSR nimmt am 15. Mai eine neue Trägerrakete für
Schwerlasttransporte, die Energia, in Betrieb. Die
Nutzlast erreicht jedoch nicht den Orbit. Der Kosmonaut Juri
Romanenko verbringt insgesamt 326 Tage an Bord der
Raumstation Mir.
1986:
Die Raumsonde Voyager 2 erreicht als erste Raumsonde der Geschichte am
24. Januar den Planeten Uranus. Am 28. Januar explodiert die Raumfähre Challenger
kurz nach dem Start; alle sieben Astronauten kommen dabei ums
Leben. Die Shuttleflüge werden bis 1988 ausgesetzt. Am 19.
Februar startet die erste auf einen dauerhaften und
wissenschaftlichen Betrieb ausgelegte Raumstation. Die Mir
(russ. für Frieden) ist einer der größten Erfolge der sowjetischen
Raumfahrt und wird für zahlreiche internationale Raumfahrtmissionen
genutzt. Sie ist zu ihrer Zeit das größte künstliche Objekt im
Erdorbit. Der Komet Halley wird von mehreren Raumsonden besucht, unter
anderem von der europäischen Sonde Giotto (März 1986).
1985:
Japan startet am 8. Januar die Sonde Sakigake, um
den
Kometen Halley zu untersuchen - am 11. März 1986 durchquert diese den
Schweif des Kometen. Die Kosmonauten Dshanibekow und Swinych
reparieren am 6. Juni die außer Kontrolle geratene Raumstation Saljut
7. Die ESA startet am 2. Juli die Raumsonde Giotto
in Richtung des Halleyschen Kometen - sie erreicht diesen am 13. März
1986 und zieht nur 500 Kilometer entfernt am Kern vorbei. Der vierte
Spaceshuttle, die Raumfähre Atlantis, nimmt am 3.
Oktober den Dienst auf. Der erste freie Weltraumspaziergang wird von
Bruce McCandless durchgeführt. In diesem Jahr finden insgesamt neun
Shuttle-Starts statt.
1984:
Am 30.
August startet erstmals der Spaceshuttle Discovery.
Der Spaceshuttle fliegt nochmals im November in den Weltraum. Die UdSSR
konzentriert sich weiter auf ihre Raumstationen und die Sojus-Kapseln
fliegen in diesem Jahr zur Station Saljut 7. Verena
14 erreicht im März die Venus. Der Lander überlebt 57 Minuten
auf der Oberfläche bei einer Temperatur von 465 Grad Celsius und 94 Bar
Außendruck. Der Lander liefert wertvolle Daten und Bilder. Venera
15 startet im Juni und hat keinen Lander mehr an Bord.
1983:
Challenger, die zweite Raumfähre des
Shuttle-Programms, absolviert am
4. April ihren Jungfernflug. Erstmals verlassen dabei Astronauten den
Shuttle. Venera 15 ist die erste von zwei
russischen Sonden, welche die
Oberfläche der Venus mittels Radar untersuchen - die Sonde startet am
2. Juni. Am 18. Juni gelangt die erste amerikanische Astronautin
Sally Ride mit der Raumfähre Challenger ins All. In
der UdSSR
explodiert 90 Sekunden vor dem Start eine Sojus-Trägerrakete.
Die beiden Kosmonauten an Bord können sich mit dem
Fluchtturm, der an der Kapsel befestigt ist, retten und
bleiben unverletzt. Das europäische Weltraumlabor Spacelab
geht am 28.
November mit dem deutschen Astronauten Ulf Merbold an Bord des
Spaceshuttles Columbia ins All.
1982:
Nach dem Jungfernflug im November 1981 startet der Spaceshuttle
Columbia erneut am 22. März, am 27. Juni und
am 11.
November. Mit der
dritten Sojus-Mission im Jahr 1982 ist auch die
Kosmonautin Svetlana
Savitskaya an Bord. Sie ist somit die zweite Frau im All und
soll zwei
Jahre später den ersten Weltraumspaziergang einer Frau
durchführen.
1981:
Genau
20 Jahre nach dem Flug von Juri Gagarin, nämlich am 12. April, startet
der erste Spaceshuttle, die Columbia. Der Tank wird
- aus Gewichtsgründen das einzige Mal bei einer Shuttle-Mission - weiß
gestrichen. Kommandant
ist der Gemini- und Apollo-Pilot
John
Young, der Pilot ist Robert
Crippen. Nach einem 54 Stunden langen Flug landet die Columbia
in Kalifornien. Am 25. August erreicht Voyager 2
den Planeten Saturn.
1980:
Die
Raumstation Saljut 6 bekommt in diesem
Jahr Besuch von sechs Sojus-Missionen. Dabei werden
mit der Mission Sojus T-3 erstmals drei Kosmonauten
in einer Sojus-Kapsel befördert. Die Sonde Voyager
1 passiert am 12. November den Ringplaneten Saturn in einem
Abstand von 124.000 km. Dabei wurden komplexe Strukturen in den
Saturnringen entdeckt und Daten über die Saturnatmosphäre sowie dessen
Mond Titan gesammelt.
1979:
Am 5.
März fliegt Voyager 1 in einer Entfernung von
278.000 Kilometern an Jupiter vorbei. Voyager 2
erreicht den Planeten des Göttervaters am 9. Juli. Die Raumstation Skylab
tritt in die Erdatmosphäre ein, zahlreiche Teile stürzen über
Australien ab. Am 1. September passiert die Sonde Pioneer 11
den Planeten Saturn und liefert als erste Sonde Bilder von der
faszinierenden Ringwelt aus einer Entfernung von nur 20.800
Kilometern. Zu Weihnachten, am 24. Dezember, startet die erste
europäische Ariane-Rakete von Kourou auf
Französisch Guyana.
1978:
Sigmund Jähn ist der erste Deutsche im All. Der 1987 zum
Generalmajor ernannte Physiker und Diplom- Militärwissenschaftler
fliegt
am 26. August 1978 als Bürger der DDR in der sowjetischen
Sojus 31 zusammen mit Waleri
Fjodorowitsch Bykowski zur
sowjetischen Orbitalstation Saljut 6. Der
Flug
dauert sieben Tage, 20 Stunden und 49 Minuten. Während der 125
Erdumkreisungen führt Jähn zahlreiche wissenschaftliche
Experimente durch.
1977:
Der Astronomie-Satellit HEAO der NASA startet am
12. August und liefert neue Erkenntnisse im Bereich der Röntgen- und
Gammastrahlen- Forschung. Am 20. August bricht Voyager 2
zu
einer interplanetaren Reise in die Welt der Gasriesen auf.
Voyager 1 folgt am 5. September. Die
Sonden nützen dabei eine seltene Planetenkonstellation, die es
ermöglicht, alle
Gasriesenplaneten mit einer einzigen Mission zu erreichen. Wie bei den
Sonden Pioneer 1 und 2 wird
eine Botschaft an
den Sonden angebracht. Die
russische Raumstation Saljut 6 wird am 29.
September in den
Orbit gebracht. Am 23. November gelangt der erste europäische
Wettersatellit Meteostat 1 in den Orbit.
1976:
Die Marssonde Viking 1 landet im
Juni, Viking 2
im August erfolgreich am
Mars; die Sonden stellten damit einen Höhepunkt der Marserforschung
dar. Beide Missionen bestehen aus je einem Orbiter und einem Lander.
Erstmals werden Farbbilder von der Marsoberfläche
gemacht. Insgesamt werden von den Orbitern 56.000
Aufnahmen und 4.550 Fotos von den Landern zur Erde übermittelt. Daneben
werden auch vier wissenschaftliche
Experimente auf der Oberfläche des Mars durchgeführt, jedoch
können diese kein Leben auf dem Roten Planeten
nachweisen. Die Sowjetunion setzt ihre erfolgreichen Sojus-Flüge
fort
und startet in diesm Jahr drei Missionen. Der erste russische
geostationäre Satellit für ein nationales Fernsehsystem, Ekran
1, wird
gestartet.
1975:
Am 30. Mai wird die European Space Agency (ESA)
gegründet. Sie will sich zu
ausschließlich friedlichen Zwecken der Raumfahrt
widmen. Die Sonde Venera 9 (UdSSR)
startet am 8. Juni, erreicht die Venus am
22. Oktober und schwenkt als erster künstlicher Venus-Satellit
in die Umlaufbahn ein. Am 17. Juli 1975 koppeln ein Apollo-
und ein Sojus-Raumschiff in der Erdumlaufbahn
aneinander an. Das Apollo-Sojus-Testprojekt
(ASTP) ist die erste US-amerikanisch- sowjetische Kooperation in
der Raumfahrt. Die friedliche Zusammenarbeit im Weltraum ist
ein politischer Publizitätserfolg und ein pazifistisches Signal.
Die NASA testet am 12. August den Spaceshuttle-Prototypen Enterprise.
Die Mars-Sonden Viking 1 und Viking 2
brechen am 20. August und 9. September zum Roten
Planeten auf.
1974:
In diesem Jahr finden die Sojus-Flüge 14-16
statt. Sojus 16 dient als Vorbereitungsflug
für den späteren historischen Apollo-Sojus-Flug.
Die internationale Sonde Helios1 (USA und
Deutschland) startet am 10. Dezember 1976 und kommt der Sonne näher als
jede Sonde zuvor. Pioneer 11 passiert am 3.
Dezember den Gasriesen Jupiter in einer Entfernung von 43.000
Kilometern und schickt 500 Fotos zur Erde. Mars 6
der UdSSR landet im August als erste Sonde auf dem Mars. Der Kontakt
bricht kurz nach der Landung ab. Die Sonde kann jedoch beim Abstieg
einige Daten über die Marsatmosphäre übermitteln.
1973:
Am 6. April startet die Sonde Pioneer
11 und folgt Pioneer
10 zu den Gasplaneten Jupiter und Saturn. Die erste
amerikanische Raumstation Skylab, eine ausgebaute
Oberstufe der
Trägerrakete Saturn, wird am 14. Mai in den Orbit
transportiert. Für
dieses Jahr wäre mit Apollo 18 eine weitere
Mondlandung geplant gewesen, die NASA hat jedoch die
letzten drei Flüge gestrichen. Am 10. Juni startet
die Mondsonde Explorer 49 - die nächste
US-amerikanische Mondsonde
startet erst 21 Jahre später. Die Sonde Mariner 10
startet am 3.
November - sie passiert zweimal die Venus und dreimal den Planeten
Merkur. Die Sonde Pioneer 10 passiert am 3.
Dezember den Planeten
Jupiter und liefert erste spektakuläre Bilder aus der Welt der
Gasriesen. Danach nimmt sie Kurs auf den Stern Aldebaran.
1972:
Am 3.
März bricht die Sonde Pioneer
10 auf zum Gasplaneten Jupiter. Mit an Bord: die
berühmte "Flaschenpost", eine vergoldete Aluminium-Plakette, die auf
Initiative des Wissenschaftlers Carl Sagan angebracht wurde. Am 16.
April 1972 startet Apollo
16 mit John Young, Thomas Mattingly und Charles Duke zur
fünften bemannten Landung auf dem Erdmond. Es wurden erstmals
astronomische Aufnahmen mittels einer UV-Kamera gemacht. Die
dreiköpfige Crew brachte insgesamt 95,8 kg Mondgestein zur Erde. Am
7. Dezember 1972 brachen Eugene Cernan, Harrison Schmitt und Ronald
Evans mit Apollo 17 zur letzten Mondmission auf.
Mit Harrison Schmitt war auch erstmals ein so genannter
Wissenschaftsastronaut (Geologe) im Weltraum. Am 14. Dezember 1972
verließ Cernan als letzter Mensch die Mondoberfläche, die bis heute
nicht wieder von Menschen betreten wurde.
1971:
Alan Shepard, Stuart Roosa und Edgar Mitchell brechen am 31. Januar mit
Apollo 14 zum Mond auf und kehren am
9.
Februar wieder zurück. Die erste Raumstation Saljut 1
der UdSSR startet am 19. April in den Orbit. Am 22. April bricht Sojus
10 mit drei Kosmonauten zu Saljut 1 auf,
das Rendezvous misslingt
jedoch. Der sowjetische Lander Mars 2 wird am 19.
Mai gestartet und
erreicht am 27. November den Mars, geht jedoch bei der Landung
verloren. Die Landefähre von Mars 3, der am 28. Mai
gestartet wird,
setzt zwar weich auf, schickt jedoch keine Daten. Am 30. Mai schickt
die NASA die Marssonde Mariner 9 auf die Reise, die
am 13. November in
einen Orbit um den Mars einschwenkt und zum ersten künstlichen
Satelliten des Roten Planeten wird. Am 6. Juni starten die Kosmonauten
Dobrowolski, Wolkow und Patsajew zur Raumstation Saljut 1,
wo sie 23
Tage lang an Bord bleiben. Alle drei kommen bei der Landung am 29. Juni
ums Leben. Am 26. Juli startet Apollo 15
mit David
Scott, Alfred Worden
und James Irwin, die Astronauten kehren am 7. August wieder zurück. Am
28. Oktober startet die erste englische Rakete, England wird damit zur
6. Raumfahrtnation der Erde.
1970:
Am 11. Februar startet Japan erstmals einen Satelliten mit einer
eigenen Trägerrakete und wird damit zur Raumfahrtnation. Die Mission
Apollo 13 startet am 11. April und
wird nach
einer Explosion eines
Sauerstofftanks zu "Amerikas erfolgreichstem Fehlschlag" - die
Astronauten umrunden den Mond und kehren unversehrt zur Erde zurück.
Auch China startet in diesem Jahr am 24. April den ersten Satelliten,
der via Kurzwelle die Melodie "Der Osten ist rot" zur Erde funkt. Die
russische Sonde Venera 7 startet am 17.
August und schafft am 15. Dezember die erste weiche Landung auf der
Venus. Am 3. September
startet Luna 16 und sammelt ab 20.
September Gesteinsproben auf der Mondoberfläche, die sie zur Erde
zurückbringt. Die Sonde Luna 17
bringt am 10. November einen den Rover Lunochod 1
zum Mond.
1969:
Die NASA schicken die erfolgreichen Sonden Mariner 6
und Mariner 7 zum Planeten Mars. Apollo 10
startet am 18. Mai als Testlauf für die geplante Mondlandung, das Lunar
Module nähert sich bis auf 15 Kilometer der Mondoberfläche.
Am 16. Juli bricht Apollo 11 zur legendären ersten
Mondlandung auf. Am 20. Juli setzen Neil Armstrong und Edwin Aldrin mit
der Landefähre Eagle im Mare Tranquilitatis auf,
während Michael
Collins im Service-Modul Columbia im Mondorbit bleibt. Die russische
Mondsonde Zond 7 startet am 7. August und kehrt am
13. August sicher in die UdSSR zurück. Ab dem 11. Oktober starten in
einem Abstand von je 24 Stunden die drei bemannten sowjetischen
Raumschiffe Sojus 6, 7 und 8.
Zwei der sieben Kosmonauten führen Schweißarbeiten in Schwerelosigkeit
durch, ein geplantes Rendezvous-Manöver scheitert jedoch am Ausfall der
Elektronik. Der erste deutsche Satellit, Azur,
startet am 8. November auf einer Trägerrakete der USA. Am 14. November
startet eine dritte Mondmission in diesem Jahr, Apollo 12.
Die Astronauten Charles Conrad und Alan Bean untersuchen die Landesonde
Surveyor 3 auf der Mondoberfläche.
1968:
Die
1964 gegründete europäische Weltraumorganisation ESRO startet am 17.
Mai erfolgreich den ersten Satelliten, ESRO 2B. Die UdSSSR unternimmt
erste Versuche zur Zerstörung von Satelliten im Orbit. Mit
Apollo 7 (Donn Eisele, Walter
Schirra, Walter Cunningham)
werden
umfangreiche Tests in der Erdumlaufbahn durchgeführt. Am 21. Dezember
findet der erste bemannte
Mondflug der Geschichte statt: Apollo 8 erreicht
den Erdtrabanten am 24. Dezember, allerdings ohne zu
landen. Eine Lesung der Astronauten aus der Bibel wird zu
Weihnachten aus dem Mondorbit übertragen. Teilnehmer der Mission:
William Anders, James Lovell und Frank Borman.
1967:
Die UdSSR testen mit Kosmos 139, der am 25. Januar
startet, erstmals
erfolgreich einen Satelliten, der als Träger eines nuklearen
Sprengkopfes dienen kann. Am 27. Januar bricht in der Kapsel von Apollo
1 Feuer aus. Die Astronauten Gus Grissom, Ed White und Roger
Chaffee
kommen dabei ums Leben. Bei der Landung von Sojus 1
am 24. April stirbt
der Kosmonaut Komarow. Die russische Sonde Venera 4
startet am 12.
Juni. Sie erreicht die Venus am 18. Oktober und schickt Daten aus einer
Höhe von nur 25 Kilometern. Mariner 5,
eine Sonde
der NASA, startet am
15. Juni, ebenfalls mit dem Ziel Venus, welche sie am 19. Oktober
erreicht und in einer Entfernung von knapp 4000 Kilometern passiert.
Am 10. Oktober tritt der Weltraumvertrag in Kraft. Apollo 4
umrundet ab 9. November unbemannt 2,5 Tage lang die Erde; Ziel
der Mission waren der Test des Hitzeschildes und der Fallschirme.
1966:
Luna 9 (UdSSR) startet am 31. Januar und
erreicht ihr Ziel am
3. Februar mit einer weichen Landung auf der
Mondoberfläche. Erste Panorama-Aufnahmen werden
zur Erde gefunkt. Am 3. April schwenkt die am 31.
März gestartete Sonde Luna 10 in den Mondorbit ein
und wird so zum ersten Trabanten des
Mondes. Die NASA-Sonde Surveyor 1 startet
am 30. Mai und landet am 2. Juni weich auf dem Mond.
John Young (Apollo 15 und Jungfernflug des
Spaceshuttles Columbia) und Michael Collins (Apollo
11) führen mit Gemini 10 (18.-21. Juli) erstmals
zwei
Außenbordmissionen durch bei einer der beiden wird
ein Teil eines Satelliten abmontiert, um ihn auf Einschläge
von Mikrometeoriten zu untersuchen.
1965:
"Gus" Grissom und John Young beginnen am 23. März
mit Gemini 3 das zweite
bemannte Programm der NASA. Der Kommunikationssatellit Early
Bird
läutet am 6. April den Beginn der kommerziellen Raumfahrt
ein.
Die UdSSR startet am 23. April ihren ersten aktiven
Nachrichtensatteliten. Am 14. Juli erreicht die NASA-Sonde Mariner
4 den Planeten Mars und schickt 22 Bilder zur Erde. Die erste
Proton-Trägerrakete (UdSSR) startet am 16.
Juli. Frankreich startet den Satelliten Asterix 1
am 26. November vom Testgelände Hammaguir in der Sahara und
wird
damit zur dritten Raumfahrtnation. Am 16. Dezember startet die Sonde Pionier
6
(USA) in einen solaren Orbit. Der Russe Alexander Leonov
führt
den ersten Weltraumspaziergang durch, der Amerikaner Ed White tut dies
wenige Wochen später für die USA.
1964:
Mit Ranger 7,
der am 28. August startet, gelingt es der NASA erstmals nach sechs
Fehlschlägen, am 31. Juli Nahaufnahmen von der Mondoberfläche zu
erhalten - die Auflösung beträgt zum Teil bis zu 10 Meter. Am 4.
September wird das Geophysikalische Observatorium
in den Orbit gebracht. Die UdSSR bringt am 12. Oktober mit Woschod
1 erstmals drei Kosmonauten in den Orbit. Die NASA-Marssonde Mariner
4
startet am 28. November und erreicht dem Mars im Juli 1965. Die NASA
beteiligt sich zum dritten Mal an einem internationalen Unternehmen:
Der italienische Satellit San Marco wird von einer
Plattform im Indischen Ozean aus gestartet.
1963:
An Bord von Wostok 6
startet Walentina Tereschkowa am 16. Juni vom Kosmodrom in
Baikonur zu einer fast drei Tage dauernden Reise ins All und umkreist
die Erde 49 Mal. Damit ist sie die erste Frau im Weltraum. Der
NASA-Satellit Synchrom 1 erreicht am 14. Februar
die
geostationäre Umlaufbahn (ein Orbit in der Höhe von 36.000 Kilometern);
der Kontakt mit dem Satelliten bricht jedoch unmittelbar darauf
zusammen. Am 26. Juli gelangt Synchrom 2 in den
geostationären Orbit. Mit diesem werden 1964 die Olympischen Spiele aus
Japan übertragen. Poljot 1 startet am 1. November
und ist das erste voll manövrierfähige unbemannte Raumschiff im Orbit.
1962:
Am 20. Februar findet der erste bemannte Orbitalflug der USA statt:
John Glenn umrundet mit einer Mercury-Kapsel
dreimal die Erde. Die NASA schickt am 7. März das erste
Sonnenobservatorium OSO1 ins All. Auch der erste
Nachrichtensatellit macht in diesem Jahr seinen Weg ins All: Telstar1
wird am 10. Juli gestartet und überträgt erstmals Live-Fernsehbilder
nach Europa. Am 14. Dezember passiert die NASA-Sonde Mariner 2
die Venus.
1961:
Aufbruch zur Venus: Am 12. Februar startet die Sonde Venera 1
der UdSSR. Der Funkkontakt bricht jedoch schon nach wenigen Tagen ab.
Die UdSSR erreicht am 12. April 1961 einen weiteren Sieg im Wettlauf
ins All: Juri Gagarin führt den ersten bemannten Orbitalflug mit Wostok
1 durch. Lange Zeit wird geheim gehalten, dass Gagarin den
Flug mit dem Schleudersitz beendet, da die Kapsel nicht weich landen
konnte. Dennoch gilt der Flug bis heute als der erste bemannte
Orbitalflug der Geschichte. Am 5. Mai fliegt Alan Shepard mit der Mercury-Kapsel
Freedom einen ballistischen Suborbitalflug. Der erste Orbitalflug der
USA mit Lebewesen an Bord findet am 29. November statt, der Passagier
ist jedoch kein Mensch, sondern der Schimpanse Enos - er kreist zweimal
um die Erde.
1960:
Kein Aprilscherz: der erste Wettersatellit Tiros 1
(USA) startet am 1. April und fotografiert an die 23.000 Bilder von der
Erde. Der am 19. August gestartete amerikanische Ballonsatellit Echo
1 ist mit seinen 30 Metern Durchmesser während der nächsten
Jahre das auffälligste Objekt am Nachthimmel. Am 4. Oktober starten die
USA den ersten aktiven Kommunikationssatelliten. In Baikonur explodiert
bei Reparaturarbeiten am 24. Oktober eine voll betankte Rakete. 92
Menschen kommen dabei ums Leben, später sterben noch mindestens weitere
30 Personen im Spital. Die russische Sonde Sputnik 5
startet erfolgreich mit den Hunden Strelka und Belka, die unbeschadet
zur Erde zurückgebracht wurden.
1959:
Die erste Mondsonde der Geschichte, Lunik1
(UdSSR),
fliegt am 4. Januar nur zirka 6000 Kilometer entfernt am Mond vorbei.
Die Sonde Pioneer 4 der USA passiert den
Mond am 5. März in einer Entfernung von 60.000 Kilometern.
Am 13. April testen die USA mit Discoverer 2
erstmals einen Aufklärungssatelliten mit rückholbarer Kapsel.
Die russische Mondsonde Lunik 2 erreicht am 13.
September als erste Sonde den Mond und zerschellt auf der
Oberfläche. Kurz drauf, am 4. Oktober, startet Lunik
3. Diese Sonde schickt erste Bilder von der Rückseite des
Mondes zur
Erde. Am 4. Dezember führen die USA einen ballistischen
Testflug mit einer Mercury-Kapsel durch
Passagier: der Rhesusaffe Sam.
1958:
Explorer 1 ist der erste Satellit des
Explorer-Programms, dem ersten und zugleich umfangreichsten
Programm von Satelliten und Raumsonden der Vereinigten
Staaten. Der Start erfolgt am 1. Februar 1958 (31. Januar um
22:48 Uhr Ortszeit) von der Cape Canaveral Air Force Station.
Im Oktober 1958 wird die NASA (National Aeronautics and Space
Administration, US-Bundesbehoörde für Luft- und
Raumfahrt) gegründet.
1957:
Am 4. Oktober startet die UdSSR den Satelliten
Sputnik1 und läutet damit die Ära
der Raumfahrt ein. Die UdSSR gewinnt damit einen
ersten Etappensieg beim Wettlauf ins All gegen die USA. Nur einen Monat
später, am 3. November, startet Sputnik 2 mit der
Hündin Laika (russisch für "Kläffer") an Bord.
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