9.8.2007
- Spaceshuttle Endeavour auf dem Weg zur ISS
Am Mittwoch Abend startete die
Raumfähre Endeavour mit sieben Astronauten zur
Mission STS
118.
Weniger
als 40 Prozent aller Shuttle-Startversuche sind gleich beim ersten
Anlauf erfolgreich. Einer dieser relativ seltenen Fälle gelang
am gestrigen Spätnachmittag amerikanischer
Ostküstenzeit (18:36 Uhr in Florida, 0:36 Uhr in
Mitteleuropa). Bei bestem Startwetter unter einem wolkenlosen Himmel
starteten Kommandant Scott Kelly, Pilot Charles Hobaugh und die
Missionsspezialisten Dave Williams, Barbara Morgan, Richard
Mastracchio, Tracy Caldwell und Alvin Drew nach einem problemlosen
Countdown auf die Sekunde pünktlich von der Startrampe 39A des Kennedy
Space Centers.
Einziges kleines Problem: Nach dem Einsteigen der Besatzung schloss die
Luke nicht vollständig. Dies zeigten zumindest die Sensoren
an. Die Closeout-Crew öffnete deshalb die Luke noch einmal,
reinigte die Dichtungen und schloss sie dann erneut. Diesmal zeigten
die Sensoren keine Undichtigkeit mehr an. Nur 40 Minuten vor dem
Liftoff - so spät wie sonst nie - verließ die
Closeout-Crew die Startrampe.
Um 18:36 Uhr Ortszeit
war es dann so weit: Im Abstand von einigen Hunderstelsekunden
zündeten die drei Haupttriebwerke und wurden für
einige Sekunden gecheckt. Danach zündeten auch die
Feststoffbooster und die Endeavour war auf dem Weg in den Orbit. Der
Aufstieg in die Umlaufbahn verlief so problemlos wie der Countdown
zuvor. Alle Systeme funktionierten einwandfrei.
Die
Außenkameras zeigten, dass sich nur einige wenige und sehr
kleine Schaumstoffteile vom großen Außentank
lösten. Keines dieser Teile kam mit dem Orbiter in
Berührung. Somit verlief der Start auch unter diesem Aspekt
außerordentlich "clean".
Bei der Mission STS-118 bringt die Raumfähre das
Strukturelement 5 (S
5) sowie
Versorgungsgüter und Ausrüstung ins All. Bei S 5
handelt es sich um einen so genannten "Spacer", einen Abstandshalter,
der es erlauben wird, jeweils zwei große
Solarzellenflächen auf jeder Seite der Hauptstruktur zu
montieren. Derzeit ist das noch nicht möglich.
Die
Crew wird mit mindestens drei, wahrscheinlich aber vier
Außenbordeinsätzen den Ausbau der ISS
fortsetzen.
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